Forellenzucht Eyachtal

Dreister Diebstahl in dunkler Nacht

400 Kilogramm Forellen in Neuenbürg gestohlen

Stand
AUTOR/IN
Peter Lauber
Martin Besinger
ein Bild von Martin Besinger

Mehrere Hundert Kilogramm Forellen sind aus einem Fischzuchtbecken im Neuenbürger Ortsteil Dennach (Enzkreis) entwendet worden. Die Diebe hatten es vor allem auf ausgewachsene Fische abgesehen.

Erneut wurden dem Züchter Andreas Zordel Forellen und Saiblinge aus dem Becken gestohlen. Die Täter entwendeten dabei gezielt vier Jahre alte Lachsforellen, die schon verkaufsfertig in einer kleineren "Hälterung" schwammen. Einige der Forellen seien beim Abtransport auf die Straße gefallen, wo man sie einfach habe liegen lassen.

Forellenzucht Eyachtal
Fischzüchter Andreas Zordel vor dem leergefischten Becken

"Die stopfen die in Plastiksäcke und lassen die elendig verrecken."

Rund 250 Kilogramm Lachsforellen - "unsere größten und schönsten!" - sowie 50 bis 100 Kilo Saiblinge haben die Tätet mitgehen lassen. Schaden: rund 4.000 Euro. Doch was Andreas Zordel noch mehr schmerzt, ist die Art und Weise, wie seine Tiere behandelt würden. Die würden oft in zugeschnürten Plastiksäcken transportiert, in denen sie elendig ersticken, weiß er. Eine Tragödie für den Züchter, der die Tiere laut eigener Aussage vier Jahre lang sorgfältig gehegt und gepflegt hat.

"Die Fische sind für mich fast wie Kinder."

Forellenzucht Eyachtal
Die Forellenzucht im Eyachtal ist auch beliebtes Ausflugsziel

Nicht der erste Forellen-Diebstahl

Laut Andreas Zordel wurden schon mehrfach Fische gestohlen. Trotz Kameras und Bewegungsmelder wüssten die Täter genau, wie sie unbemerkt auf das Gelände kämen. Drei, vier Mal habe man in den vergangenen Jahren schon die Diebe erwischt, erzählt er. Einmal sogar mit Eimern im Auto, die schon mit den Namen der zu beliefernden Gaststätten versehen waren. Die gestohlenen Fische würden die Diebe noch in der Nacht meist wenige Kilometer entfernt ausnehmen und die Innereien achtlos im Wald liegen lassen.

Forellenzucht Eyachtal

Zordel will jetzt die Überwachungstechnik optimieren und eventuell sogar ab und zu nachts Wachen organisieren. Denn eines sei sicher: "Irgendwann kriegen wir die!"