Feuerwehr löscht Waldbrand (Foto: SWR)

Doppelt so viele Brände wie im letzten Jahr

Feuerwehr in und um Karlsruhe wegen Flächen-und Waldbrände im Dauereinsatz

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Felix Wnuck

Sonnenschein seit Wochen, kaum Regen, dafür Hitze und Trockenheit. Das stresst die Feuerwehren in der Region. Flächenbrände, Waldbrände, Feuerwehrkräfte sind im Dauereinsatz. Bei Stutensee und im Hardtwald brannte es erst im Wald und dann auf Feldern.

Sowas hat man bei der Feuerwehr lange nicht mehr erlebt. Uwe Schuber ist seit über 20 Jahren bei der Berufsfeuerwehr in Karlsruhe. Er muss es wissen, wenn er sagt: "Wir warten hier auf Regen. Das ist die schlimmste Dürre, die wir seit Langem gehabt haben. Das ist das Problem, es ist alle trocken."

Doppelt so viele Brände wie im letzten Jahr

Die Statistiken geben ihm Recht: dieses Jahr hat es im Stadt- und Landkreis Karlsruhe schon doppelt so oft gebrannt, wie im vergangenen. Und der Sommer ist noch nicht vorbei. Die allermeisten Feuer entstehen dabei durch Menschenhand, es reicht schon ein heißer Auspuff oder Unachtsamkeit.

"Es gibt immer noch Menschen, die ihre Kippen aus dem Fenster schmeißen und keine Einsicht haben, das das dazu führen kann irgendwas zu entzünden."

Wald-und Flächenbrände sind schwierig zu löschen für die Feuerwehr. Lange Schlauchleitungen und lange Wege erschweren den Feuerwehrkräften die Arbeit. Dazu kommt zum Teil unwegsames Gelände und Bewuchs dazu, der das Durchkommen anstrengend macht, erklärt Patrick Schroff, Feuerwehrmann in Karlsruhe. Auf der anderen Seite dann eine relativ schnelle Brandausbreitung durch das trockene Unterholz und dann noch die Temperaturen von oben noch dazu, ergänzt Patrick Schroff.

Flächenbrände für die Feuerwehr schwer zu löschen

Und wenn dann endlich der Wald- oder Wiesenbrand gelöscht ist, ist es mit der Arbeit noch nicht getan, weiß Tibor Czemmel von der Feuerwehr Bruchsal. Denn nach einem Einsatz müssen die Schläuche gereinigt, geprüft und getrocknet werden. Auch die Bekleidung muss dann wieder sauber gemacht werden.

Feuerwehrschlauch liegt auf dem Boden (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Friso Gentsch/dpa)
picture alliance/Friso Gentsch/dpa

Es ist keine Überraschung, dass die Arbeit der Feuerwehr anstrengend sein kann. Aber aktuell gibt es eben besonders viel zu tun, auffallend viele Einsätze beschäftigen die Wehren besonders im Landkreis Karlsruhe. Dort wo es eben viel trockenen Wald, staubige Wiesen und ausgedörrte Felder gibt.

"Zum Beispiel in Waghäusel, die waren da mit einem Flächenbrand am Bahndamm noch nicht recht fertig, da war dann schon der nächste Flächenbrand in Bruchsal, es ist schon an der Grenze."

Trotz Dauereinsatz genügend Feuerwehrkräfte in Reserve

Trotz aller Belastung durch die vielen Brände in der aktuellen Situation ist die Feuerwehr in Karlsruhe und der Umgebung gut gerüstet, erklärt die Pressesprecherin Michaela Hofmann von der Branddirektion Karlsruhe. Selbst wenn alle auf einmal ausrücken müssten gibt es immer noch 16 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr, "eine starke Bank in der Hinterhand", wie sich die Pressesprecherin ausdrückt.

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