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Die Feuerwehr in Baden-Baden warnt vor dem Betreten von zugefrorenen Seen und Teichen. Viele würden das Risiko unterschätzen. Bei einer Rettungsübung haben die Experten das Eis getestet.

Die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und das sonnige Wetter ist für viele verlockend. Seen und Teiche scheinen bereits dick zugefroren zu sein, doch der Schein trügt. Erst mehrere Wochen Dauerfrost würden der Eisschicht die nötige Stärke von 15 Zentimetern verleihen, so die Feuerwehr.

Rettungsübung für den Ernstfall

Bundesweit gab es für die Lebensretter in den vergangenen Tagen immer wieder Einsätze mit eingebrochenen Menschen im Eis. Die Baden-Badener Feuerwehr will vorbereitet sein und probt den Ernstfall.

"Am Rand ist das Eis oft deutlich dicker, dann unterschätzt man, dass es in der Mitte dünner ist und möglicherweise nicht mehr trägt."

Wolfgang Schickinger, Feuerwehr Baden-Baden

Das gilt es im Ernstfall zu beachten

Die Retter der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) betonen, dass das Eis erst ab 15 Zentimetern Dicke bei stehenden und 20 Zentimetern Stärke bei fließenden Gewässern eine entsprechende Tragfähigkeit hat. Die regionalen Behörden geben in der Regel Eisflächen zum Betreten frei. Mutige sollten das Eis sofort verlassen, wenn es irgendwo knackt und knistert. Falls eine Person im Eis einbreche, sollten die Rettungsdienste über den Notruf 112 alarmiert werden. Die Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen.

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