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Viele Kulturhäuser bleiben wegen der Corona-Krise vorerst geschlossen. Egal, ob Festspielhaus Baden-Baden, Staatstheater oder Kammertheater in Karlsruhe - sie alle fordern eine klare Aussage der Politik, wie es weitergehen soll.

Wegen der Corona-Verordnungen des Landes Baden-Württemberg musste das Festspielhaus Baden-Baden seine wichtigste Veranstaltung des Jahres absagen. Zu den Osterfestspielen wollten rund 25.000 Besucher kommen. Stattdessen heißt es Kurzarbeit für die 80 Mitarbeiter und eine ungewisse Zukunft.

Private Bühnen haben hohes finanzielles Risiko

Das Festspielhaus wird ebenso privat betrieben wie viele weitere kleinere Bühnen im Land. Wie hoch der wirtschaftliche Schaden durch die wochenlangen Schließungen wird, kann noch keiner recht sagen. Der Intendant des Baden-Badener Festspielhauses Benedikt Stampa fordert von der Politik eine Aussage darüber, wann Kulturbetriebe ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Denn diese bräuchten einen gewissen Vorlauf, um wieder gut in den Betrieb zu starten. Stampa hofft, dass die Pfingst- und Sommerfestspiele wie geplant stattfinden können.

Kammertheater in großen Nöten

Vor dem wirtschaftlichen Ruin steht auch Bernd Gnann, Leiter und Eigentümer des Karlsruher Kammertheaters, das jetzt ebenfalls auf Freunde und Förderer angewiesen ist. Gnann freut sich über eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft: über 1.000 verkaufte Spender-Tickets, und viele verzichten auf Rückerstattungen. Zum Dank gab’s kürzlich einen Live-Stream der "Comedian Harmonists" im Internet, die damals im Dritten Reich auch unter einem Auftrittsverbot litten.

Badisches Staatstheater arbeitet so gut es geht weiter

Aber auch die öffentlich subventionierten Häuser wie das Badische Staatstheater in Karlsruhe stehen vor großen Problemen. Auch sie sind auf Eintrittsgelder angewiesen, um alle Kosten zu decken. Derzeit stehe sein Haus im Dienst der Gesellschaft, erzählt Intendant Peter Spuhler. So stellen die Werkstätten Mund- und Gesichtsschutz für Karlsruher Klinken her. Musiker und Tänzer können im Haus weiter proben und trainieren.

Die Unsicherheit darüber, wie lange das Auftrittsverbot noch gilt, sei das Schlimmste für die Bühnen. Auch Intendant Spuhler fordert von der Politik baldige Klarheit.

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