Fische wurden von der Flutwelle am Waldenecksee aus dem See geschleudert

Nach heftigen Regenfällen

Felssturz verursacht Flutwelle am Waldenecksee bei Baden-Baden

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Autor/in
Patrick Neumann
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Heiner Kunold
Das ist Heiner Kunold

Am Waldenecksee zwischen Baden-Baden und Sinzheim hat es am frühen Montagmorgen einen Felssturz gegeben. Eine etwa 30 Meter hohe Felswand brach ab und stürzte in den See.

Es müssen mehrere tausend Kubikmeter Gestein gewesen sein, die sich an der Felswand in dem ehemaligen Steinbruch gelöst hatten. Die Steine und Erdmassen stürzten rund 30 Meter tief in den darunter gelegenen Waldenecksee. Dadurch entstand eine große Flutwelle.

Felssturz erzeugte Flutwelle

Die Wucht der Wassermassen muss ebenfalls enorm gewesen sein. Nach Angaben der Gemeinde Sinzheim bildete sich in Folge des Steinschlags eine mehrere Meter hohe Flutwelle. Der eigentlich recht tiefe See schwappte über seine Ufer und hinterließ im Wald bis fast an den Baden-Badener Golfplatz heran eine Spur der Verwüstung.

Menschen kamen nicht zu Schaden

Menschen waren um diese Uhrzeit noch nicht am See unterwegs. Deshalb sind keine Opfer zu beklagen. Auf den Waldwegen sind aber nicht nur Steine und Sandmassen zu sehen, die aus dem See gespült wurden. Auch Fische, zum Beispiel Karpfen, wurden von der Welle zum Teil bis zu 500 Meter weit mitgerissen. Einzelne verendete Tiere wurden von Mitgliedern des Angelsportvereins, der den See gepachtet hat, weit entfernt vom See eingesammelt.

Fische wurden von der Flutwelle am Waldenecksee aus dem See geschleudert
Fische wurden von der Flutwelle am Waldenecksee aus dem See geschleudert

See weiträumig abgesperrt

Auch Bäume und Verkehrsschilder stürzten bei dem Erdrutsch um. Die Feuerwehr hat das Gelände weiträumig abgesperrt. Das Betreten ist bis auf Weiteres verboten. Es bestehe Lebensgefahr, teilte die Gemeinde Sinzheim mit, weil weitere Teile des Felsens abbrechen könnten. Die Ursache des Felssturzes ist unklar. Ein Geologe soll den Hang oberhalb des Gewässers demnächst überprüfen. Erst dann könne man absehen, ob und wie die Steilwand am Seeufer gesichert werden könne, erklärte der Sinzheimer Hauptamtsleiter Ronald Pfefferle auf Anfrage.

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