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Mit dem Frühling kommen oft notwendige Reparaturen am Fahrrad. In den Werkstätten müssen Fahrradfahrer derzeit bis zu einen Monat auf einen Termin warten.

Die Nachfrage nach Fahrrädern ist ungebrochen hoch. Im Fahrradladen von Steffen Steiner in Karlsruhe waren gerade in den vergangenen Wochen, als er wieder öffnen durfte, wieder viele Kunden am Ausprobieren interessiert. Die Nachfrage sei höher als in normalen Zeiten. "Viele verzichten wegen Corona auf die öffentlichen Verkehrsmittel und nutzen das Fahrrad", sagt Steiner. Zudem sei Radfahren eine der Freizeitaktivitäten, die in der Pandemie noch bleiben.

Fahrradboom hält an

Mit Frühlingsbeginn wollten viele Kunden ihr Fahrrad wieder fit machen, reparieren oder zur Inspektion bringen. Seine Werkstatt mit drei Mitarbeitern sei gut ausgelastet. "Wir arbeiten von morgens bis abends und haben zur Zeit einen Monat Vorlauf bei Reparaturen", sagt Steiner. Viele Kunden hätten Verständnis dafür, dass sie momentan etwas länger warten müssten. "Ein platten Reifen tauschen wir aber auch mal so schnell aus."

Ähnlich ist auch die Situation im Laden von Georg Bretzinger in Karlsruhe-Rüppurr. Auch er hat mit seinen zwei Mitarbeitern derzeit viele Fahrräder auf der Reparaturliste. "Immer im Frühling ist der Reparaturbedarf hoch - ein normaler Effekt, weil viele das schöne Wetter nutzen wollen", sagt er. Problematisch sei aber derzeit die verschärfte Situation bei den Ersatzteilen.

Ersatzteile schwierig zu beschaffen

Die Corona-Pandemie führt in der Fahrradbranche zu Lieferschwierigkeiten wichtiger Ersatzteile: Kettenkassetten, Bremsscheiben, Schalthebel. Ein Problem für Fahrradhändler und Kunden. Denn die Nachfrage sei hoch, aber nicht erfüllbar, sagt Steffen Steiner. "Dadurch geht Umsatz verloren und Kunden müssen länger warten oder einen Kompromiss bei den Teilen eingehen".

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