Das in der Nacht aufgelaufen Fahrgastschiff "Lady Diletta" kann weiter fahren.  (Foto: SWR)

166 Passagiere an Bord

Nach Kontrolle in Iffezheim: Fahrgastschiff kann weiterfahren

STAND
AUTOR/IN
Rebekka Plies
Ein Bild von Rebekka Plies (Foto: SWR, Patricia Neligan)

Das Schweizer Fahrgastschiff, das in der vergangenen Nacht bei Rheinstetten auf Grund gelaufen war, kann seine Reise fortsetzen. Das bestätigte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Iffezheim.

Taucher hatten den Bug des Havaristen am Nachmittag in Iffezheim untersucht und keine größeren Beschädigungen festgestellt. Es gebe keine Bedenken, das Binnen- Kreuzfahrtschiff weiter fahren zu lassen, hieß es auf SWR Anfrage. Warum das Fahrgastschiff in der Nacht zum Dienstag bei Rheinstetten aus der Fahrrinne gekommen und gegen eine Buhne geprallt war, ist noch unklar.

Video herunterladen (1,9 MB | MP4)

Die "Lady Diletta" ist erst zwei Jahre alt

Das Flußkreuzfahrtschiff "Lady Diletta"mit 91 Kabinen war erst vor zwei Jahren in Betrieb genommen worden. Es gehört zu den modernsten Binnenkreuzern in Deutschland und wirbt mit "vier Sterne plus". Das Schiff war auf einer einwöchigen Tour von Düsseldorf den Rhein aufwärts. Eigentlich hätte es morgen wieder nach Düsseldorf zurückkehren sollen. Nach dem Zwischenfall wird die Reise noch bis Mainz fortgesetzt

Festgefahrenes Fahrgastschiff auf dem Rhein (Foto: SWR)
Ein Fahrgastschiff hat sich auf dem Rhein festgefahren und muss freigeschleppt werden


Verletzt wurde bei der Havarie niemand ernsthaft. Eine Passagierin erlitt eine leichte Handverletzung, konnte die Fahrt aber nach einer Untersuchung durch den Rettungsdienst fortsetzen. Das Schiff war von einem Frachter am Dienstagvormittag gegen zehn Uhr freigeschleppt und nach Iffezheim gezogen worden.

Schiff geriet in ein Buhnenfeld

Die "Lady Diletta" war laut Polizei auf der baden-württembergischen Rheinseite in ein Buhnenfeld geraten. Buhnen sind Steinwälle zur Verringerung der Fließgeschwindigkeit eines Gewässers. Am Rhein handelt es sich hierbei meistens um quer zur Fließrichtung verlaufende Steinwälle, die sich bei entsprechendem Wasserstand auch unter der Wasseroberfläche befinden können. Laut Wasserschutzpolizei hatte der Rhein zum Zeitpunkt der Havarie eine Tiefe von 4,6 Metern und führt Normalwassser.

Das Fahrgastschiff auf dem Rhein bei Rheinstetten ist wieder frei. (Foto: SWR)
Das Fahrgastschiff auf dem Rhein bei Rheinstetten ist wieder frei.

Passagiere konnten an Bord bleiben

In einem solchen Buhnenfeld hatte sich der Flusskreuzer in der Nacht festgefahren. Weil kein Wasser eintrat, konnten auch die Passagiere an Bord bleiben.

Rastatt

Fast ausgestorbene Heringsart 450.000 Maifische bei Steinmauern in den Rhein eingesetzt

Rund 450.000 winzige Maifisch-Larven haben Fischereiverbände in Steinmauern und Au am Rhein (Kreis Rastatt) im Rhein ausgewildert. Der Fisch soll dort wieder angesiedelt werden.  mehr...

Karlsruhe

Neue Fischart im Oberrhein heimisch Flussgrundel im Rhein zwischen Karlsruhe und Mannheim nachgewiesen

Im Rhein zwischen Mannheim und Karlsruhe ist eine neue Fischart nachgewiesen worden. Wie das Regierungspräsidium Karlsruhe mitteilt, handelt es sich dabei um die Flussgrundel.  mehr...

Au am Rhein

Keine Stechmückenplage erwartet Schnaken am Oberrhein – weniger Einsätze für KABS-Schnakenjäger

Am Oberrhein hält sich die Zahl der Schnaken bisher in Grenzen. Einsätze wie in Au am Rhein (Kreis Rastatt) gab es für die KABS bislang nur wenige.  mehr...