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Bei einem Trauergottesdienst in der Pforzheimer Thomaskirche haben die evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg am Sonntag den Toten der Corona-Pandemie gedacht. Der Gottesdienst wurde im SWR ausgestrahlt.

Die Gedenkfeier in Pforzheim fand unter dem Motto "Erinnern – klagen – hoffen" statt. Unter anderem berichteten ein Schüler, eine Geflüchtete und eine Frau, deren Vater am Virus starb, über ihre Erfahrungen während der Pandemie. Bundesweit starben seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland fast 70.000 Menschen an oder mit Corona. In dem Gottendienst predigten die beiden evangelischen Landesbischöfe Frank Otfried July (Württemberg) und Jochen Cornelius-Bundschuh (Baden) gemeinsam.

"Woher nehmen wir in dieser Bedrängnis die Hoffnung und die Kraft zum Leben?"

Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh

"Corona zehrt an unseren Nerven und lässt uns mit dem Gefühl zurück: Wir sind ohnmächtig ausgeliefert; wir können so wenig tun", erklärte der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh. Die Menschen sollten sich von der Not nicht gefangen nehmen lassen. "Auch wenn wir das Gefühl haben, ganz allein zu sein, auch wenn wir keinen Ausweg sehen, hält uns die Hand Gottes fest und macht uns Mut, noch ein wenig Geduld zu haben, mit uns selbst, miteinander und mit Gott", resümierte Cornelius-Bundschuh.

Gottesdienst wurde ohne Besucher aufgezeichnet

Der gemeinsame Gottesdienst sollte laut badischem Landesbischof Kraft schenken und den Menschen zeigen, dass sie nicht allein sind. Der Trauergottesdienst in der Pforzheimer Thomaskirche wurde ohne Besucher aufgezeichnet und am Sonntagvormittag im SWR-Fernsehen gesendet.

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