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Für seinen Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus hat der Berliner Musiker Ben Salomo am Sonntag den zum ersten Mal vergebenen Internationalen Pforzheimer Friedenspreis verliehen bekommen.

Ben Salomo hat der Rapper-Szene den Rücken gekehrt, weil er die judenfeindlichen Tendenzen nicht mehr aushielt. Heute engagiert sich der Musiker gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit. Dafür ist er am Sonntagvormittag in Pforzheim ausgezeichnet worden.

Preis wird erstmals vergeben

Mit dem vom Bündnis "Pforzheim Nazifrei" und der Stadt vergebenen Preis sollen Persönlichkeiten oder Organisationen geehrt werden, die sich dafür einsetzen, Konflikte mit friedlichen Mitteln zu lösen, die Beiträge zur Versöhnung leisten.

Ben Salomo (Foto: Pressestelle, Thomas Köhler)
Ben Salomo Pressestelle Thomas Köhler

Klares Bekenntnis des Preisträgers

Der gebürtige Israeli Ben Salomo habe seine Musikkarriere aufgegeben, um mit einem klaren Bekenntnis zum Judentum einen Beitrag zu einer offenen und friedlichen Gesellschaft zu leisten - etwa durch Vorträge an Schulen, so die Jury. Der mit 5.000 Euro dotierte Internationale Pforzheimer Friedenspreis soll künftig alle fünf Jahre vergeben werden. Er wird ausschließlich durch Spenden aus der Bürgerschaft finanziert.

Ben Salomo gegen Rassimus und Antisemitismus

Als Jude und Musiker klagt Salomo anitsemitische, homophobe und frauenverachtende Tendenzen in der Rapper-Szene an. Provokation ja, Rassimus nein, so will Ben Salomo in seiner Musik verstanden werden. Mit seinem klaren Bekenntnis zum Judentum tritt Ben Salomo nicht nur antisemitischen Tendenzen im Deutschrap entgegen, sondern macht auch auf den wachsenden Antisemitismus in der Gesellschaft aufmerksam.

Die Veranstaltung zum Internationalen Pforzheimer Friedenspreis wurde am Sonntagvormittag im Live-Stream auf Youtube übertragen.

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