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Erntehelfer sollen länger wegen Corona in Deutschland arbeiten dürfen. Das fordert der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) in Bruchsal.

Personelle Engpässe bei der Spargel- oder Erdbeerernte wie bei der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 soll es in diesem Jahr nicht geben. Der VSSE spricht sich für eine Ausweitung der Aufenthaltsdauer aus. Je länger Erntehelfer arbeiten könnten, desto weniger Wechsel beim Personal gebe es, sagte ein Verbandssprecher in Bruchsal. Dies würde das Infektions-Risiko deutlich reduzieren.

Wieder Sonderregelung wegen Corona

Die Helfer sollten wie bei der Ausnahmeregelung im vergangenen Jahr 115 Tage bleiben dürfen, ohne Sozialversicherungsbeiträge abführen zu müssen. Derzeit ist der abgabenfreie Aufenthalt auf 70 Tage im Jahr beschränkt. Außerdem sollten die Höfe in Baden-Württemberg selbst Corona-Schnelltests durchführen dürfen, um nicht mehr auf teure PCR-Tests der Behörden angewiesen zu sein.

Hygiene-Konzepte vorhanden

Die Landwirte seien gut vorbereitet, die Hygiene-Bestimmungen für Arbeit und Unterbringung umzusetzen, so der Verband in Bruchsal. Man sei auch zuversichtlich genug Erntehelfer zu bekommen, wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage in Osteuropa gebe es viele Anfragen von dort. Im vergangenen Jahr hatte es während der ersten Corona-Welle Einreisebeschränkungen für Erntehelfer gegeben, die später gelockert wurden. 

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