Der Bohrturm der Deutschen Erdwärme in Graben-Neudorf. (Foto: SWR)

Besuch von Umweltstaatssekretär Baumann

Erdwärmebohrung in Graben-Neudorf kommt voran

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Matthias Stauss

In Graben-Neudorf kommen die Bohrungen für eine Geothermieanlage voran. Die Deutsche Erdwärme zeigt sich zufrieden mit dem Fortschritt auf der Baustelle an der B36.

Gut 1.000 Meter sei man schon in den Boden vorgedrungen, so der Geschäftsführer der Deutschen Erdwärme, Herbert Pohl. Die Erwartungen an die Temperaturen im Boden seien bisher übertroffen worden. In etwa 3.800 Metern Tiefe vermutet das Unternehmen heißes Thermalwasser, aus dem Wärmeenergie gewonnen werden könnte.

In ein paar Wochen soll die erste Bohrung abgeschlossen sein, im Herbst soll eine zweite Bohrung erfolgen. Das Land Baden-Württemberg will die Deutsche Erdwärme dabei unterstützen. Weil man Gas sparen müsse, müsse man den Ausbau der Geothermie in Baden mehr denn je vorantreiben. Das sagte Umweltstaatssekretär Andre Baumann von den Grünen bei einem Besuch in Graben-Neudorf.

Erste genaue Ergebnisse bis Ende des Jahres

Das Projekt gehört zu den am weitesten fortgeschrittenen in der Region. Es geht darum, heißes Thermalwasser aus drei bis vier Kilometern Tiefe zur Energiegewinnung zu nutzen. Im ersten Schritt soll das unterirdische Wasserreservoir erkundet werden. Dafür ist die erste Bohrung da, die gerade niedergebracht wird. Anfang kommenden Jahres soll dann ein Langzeittest stattfinden, der abschließend belastbare Aussagen zu dem Reservoir geben soll.

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