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Im Osten der Stadt Pforzheim soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend entschieden.

Die Pläne bergen allerdings hohe rechtliche Risiken. Auch die Naturschutzverbände sowie die Grünen im Gemeinderat sind gegen die Abholzung von über 50 Hektar Waldfläche und verweisen dabei auf viele geschützte Tier- und Pflanzenarten.

Bevorzugte Variante birgt auch artenschutzrechtliche Risiken

Das Gelände Ochsenwäldle bei der Autobahnanschlussstelle Pforzheim-Süd sei als Gewerbegebiet dringend nötig, um neue Einnahmequellen für die finanziell klamme Stadt zu schaffen, so die große Mehrheit im Gemeinderat. Wohlwissend, dass das Risiko eines Scheiterns der Pläne an artenschutzrechtlichen Hürden sehr hoch ist. Mehr als 50 Hektar Wald sollen an der A8 abgeholzt werden – in einem Areal mit vielen seltenen Pflanzen und Tieren, wie Untersuchungen zeigten.

Naturschützer haben deshalb vor der Sitzung gegen die Pläne demonstriert. Wie auch die Grünen im Gemeinderat hatten sie stattdessen appelliert, in bestehenden Gewerbegebieten nachzuverdichten sowie Leerstände und Industriebrachen zu nutzen.

Umweltschützer demonstrieren gegen neue Gewerbefläche (Foto: SWR)
Umweltschützer demonstrieren gegen die neue Gewerbefläche

Die bestehenden Gewerbeflächen in Pforzheim sind weitgehend genutzt. Es besteht Nachfrage nach Flächen, die bereits jetzt nicht befriedigt werden kann.

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