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Zehn Jahre nach Inbetriebnahme des ersten deutschen Offshore-Windparks "Baltic 1" präsentiert die Energie Baden-Württemberg (EnBW) eine erfolgreiche Umbaubilanz vom Atomstromer zum grünen Energieerzeuger.

Die Eröffnung des ersten deutschen kommerziellen Offshore-Windparks "Baltic 1" markiert für die EnBW nicht weniger als die eigene Energiewende. Im Jahr 2011 lag der Anteil der konventionellen Energieträger, wie Kohle und Atomstrom, bei rund 80 Prozent des Konzernergebnisses. Heute macht er nur noch etwa 20 Prozent aus. Den Rest bringen erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb.

Fundamentale Kursänderung bei der Energieerzeugung

Bundeskanzerlerin Angela Merkel nahm den ersten kommerziellen deutschen Offshore-Windpark in der Ostsee bei Darß Zingst am 2. Mai 2011 in Betrieb. "Balitc 1" hat mit 21 Windrädern eine Leistung von 48 Megawatt. Verglichen mit dem, was inzwischen gebaut wird, ist das nur ein Klacks, aber es war auch ein Anfang, berichtet EnBW-Konzernsprecherin Angela Brötel. Das Unternehmen habe sich seither fundamental gewandelt. Von fünf Kernkraftwerken sind vier bereits abgeschaltet. Der Anteil der Kohlekraftwerke an der gesamten Stromproduktion wurde um über 40 Prozent reduziert.

5. Offshore-Windanlage in Planung

Inzwischen betreibt die EnBW gemeinsam mit anderen Anbietern in der Nord- und Ostsee insgesamt vier Offshore-Windanlagen. Eine weitere ist in Planung. "He Dreiht" soll einmal eine Leistung von 900 Megawatt erreichen. Der Anteil der erneuerbaren Energie am Gesamtergebnis des Konzerns ist unterdessen auf annähernd 40 Prozent gestiegen.

Konzern schreibt wieder schwarze Zahlen

Die EnBW darf für sich in Anspruch nehmen, die Energiewende nicht nur innerhalb kürzester Zeit erfolgreich vollzogen zu haben. Das Unternehmen schreibt mittlerweile auch wieder schwarze Zahlen, nachdem es in den vergangenen Jahren Einbrüche gegeben hatte. Das Konzernziel von 2,4 Milliarden Euro, übrigens bereits im Jahr 2012 gesetzt, wurde mit 2,8 Milliarden sogar noch übertroffen.

Zahl der Mitarbeiter steigt

Nach Stellenstreichungen in den vergangenen Jahren hat die EnBW mit ihrem Umbau sogar deutlich mehr Mitarbeiter als vor zehn Jahren. Damals lag die Zahl bei rund 20.000 Beschäftigten. Heute sind es nach Konzernangaben rund 4.000 mehr. Die EnBW will den eingeschlagenen Kurs fortsetzen. Bis 2035 soll das Unternehmen klimaneutral sein. Bis dahin sollen alle verbleibenden Kohlekraftwerke entweder umgestellt oder abgeschaltet sein.

Karlsruhe

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