Windkraft im Süedwesten (Foto: dpa Bildfunk, Rolf Haid 38462483)

Mehr Tempo bei der Energiewende gefordert

EnBW-Chef Mastiaux: BW beim Ausbau der Erneuerbaren Energien "zu langsam"

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Der Chef des Energiekonzerns EnBW, Mastiaux, macht Druck bei der Energiewende. Er fordert, Baden-Württemberg müsse hier so schnell und flexibel reagieren wie in der Corona-Krise.

Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien fordert der Chef des Energiekonzerns EnBW, Frank Mastiaux, deutlich mehr Tempo. Damit die politisch gesetzten Klimaziele noch erreicht werden könnten, müsse relativ schnell etwas passieren, sagte der 57-Jährige der Zeitung "Badische Neueste Nachrichten". Beim Ausbau der Windkraft etwa sei das Land zu langsam. "Und es wird nicht besser, wenn wir zuwarten", so der Konzernchef. Bedarf und Druck sind nach Ansicht von Mastiaux offensichtlich: "Wenn es in Kanada 50 Grad Celsius heiß ist und bei uns Regen und Flutwellen fürchterliche Schäden anrichten, dann muss man kaum noch jemanden vom Klimawandel und den nötigen Gegenmaßnahmen überzeugen", sagte er.

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Mastiaux: "So flexibel und schnell wie in Corona-Krise reagieren"

Gesellschaft und Politik seien eher aufgestellt, Probleme regional zu lösen. "Bei der Energiewende und bei der Klimaherausforderung reicht das aber nicht", so Mastiaux. Hier seien eine andere Sichtweise, Transparenz und Abstimmung gefordert. "Dass wir als Land flexibel und schnell reagieren können, hat die Corona-Krise gezeigt", sagte der 57-Jährige. "Daraus kann man lernen." Mastiaux leitet den Energiekonzern EnBW seit 2012. Vor einem Monat kündigte er an, nach dem Ende seiner Amtszeit in gut einem Jahr seinen Posten abzugeben.

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