Ein Mensch mit schwarzen Handschuhen versucht mit einem Schraubenzieher ein Fenster aufzuhebeln (Foto: dpa Bildfunk, Daniel Bockwoldt/picture-alliance/dpa)

10. Tag des Einbruchschutzes

Einbrüche im Kreis Karlsruhe - Polizei berät über Schutzmaßnahmen

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Wenn es draußen früher dunkel wird, beginnt die Saison der Einbrecher. Die Polizei berät Hausbesitzer, wie sie sich schützen können und offenbar haben diese Beratungen Erfolg.

In den letzten Jahren sind die Fälle des sogenannten Einbruchdiebstahls in Baden-Württemberg deutlich zurückgegangen. Gab es 2016 noch rund 11.000 Fälle, waren es 2020 mit knapp 5.000 Fällen weniger als die Hälfte. Am Tag des Einbruchschutzes informiert die Polizei darüber, wie man sich vor Wohnungseinbrüchen schützen kann.

Polizei berät Hausbesitzer und -bewohner

Die Karlsruher Polizei war beispielsweise mit einem Stand auf der Messe "Offerta" vertreten, das Polizeipräsidium Offenburg lud am Sonntag in seine kriminalpolizeiliche Beratungsstelle ein.

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Obwohl die Einbruchszahlen laut Statistik abnehmen, passiert es immer wieder, dass sich Einbrecher Zutritt zu Wohnungen und Häuser verschaffen oder es zumindest versuchen. Das ist immer ein Schock für die Bewohner. Erst am Sonntag brachen Unbekannte in ein Einfamilienhaus in Eggenstein-Leopoldshafen sowie in zwei Wohnungen in Karlsdorf-Neuthard ein. In zwei Fällen wurden Fenster einfach aufgehebelt.

Das zeigt beispielhaft, wie leicht auch heute noch die meisten Fenster zu knacken sind, vor allem bei älteren Häusern. Oft reicht als Werkzeug ein einfacher Schraubenzieher.

Alte Fenster und Balkontüren nachrüsten

Um es den Tätern so schwer wie möglich zu machen, rät die Polizei deshalb alte Fenster und Terrassentüren mit einbruchssicheren Verriegelungen nachzurüsten. Doch das ist nicht alles, was Hausbesitzer tun können. So sollte man keine Leitern auf der Terrasse stehen lassen, die mögliche Täter als Aufstiegshilfen nutzen könnten. Kellerfenster können mit einem Gitter oder oft mit einer einfachen Metallstange gesichert werden.

Was am eigenen Haus getan werden sollte, kommt aber immer auf den Einzelfall an. Deshalb bieten alle Polizeidienststellen im Land an, die Menschen vor Ort in ihren eigenen Häusern zu beraten.

"Wir schauen wo Schwachstellen vorhanden sind und sprechen dann gezielt Empfehlungen aus, wo man wie was sichern kann."

Dabei gibt es keinen hundertprozentigen Schutz. Die Erfahrung der Polizei zeigt allerdings, wenn Täter nach einigen Versuchen nicht in ein Haus oder eine Wohnung gelangen, ziehen sie weiter.

Seit zehn Jahren gibt es den Tag des Einbruchschutzes nun schon. Dass seit einigen Jahren die Einbruchzahlen kontinuierlich sinken, führt die Polizei unter anderem auf die Beratungen und die danach verbesserten Sicherheitsmaßnahmen zurück.

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