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Im Rahmen des EU-Projekts Efeu-Campus in Bruchsal könnten in der Stadt bald selbstfahrende Roboter Pakete ausliefern. Das Projekt kann somit auch für Millionenstädte beispielhaft sein.

Paketlieferwagen, die in zweiter Reihe parken und mit ihren Abgasen die Umwelt verschmutzen, das soll bald der Vergangenheit angehören. Das EU-geförderte Projekt Efeu-Campus in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) forscht unter anderem daran, wie man Güter und Waren in der Stadt umweltfreundlich von A nach B bekommt. Auch die Wirtschaftlichkeit spielt eine Rolle. Hinter der Abkürzung Efeu (eco-friendly experimental urban logistics) verbirgt sich die Idee, künftig Staus, Lärm und Schadstoffe zu vermeiden.

Versandzentrum versorgt das ganze Viertel

Die Waren sollen in diesem Projekt zentral an einen sogenannten Hub, also einem Versandzentrum, angeliefert werden. Von dort aus verteilen die autonom fahrenden Lieferroboter die Pakete im Viertel, entweder zu bestimmten Zeiten an die Haustür, oder unabhängig vom Empfänger an kleine Depots direkt daneben. Der Empfänger soll mit einer App über den Lieferfortgang auf dem Laufenden gehalten werden.

Ein bewohnbares Labor

In Bruchsal entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Dragoner Kaserne ein Testgelände, das ein Stadtquartier mit rund 240 Einwohnerinnen und Einwohnern, privaten Eigentums- und Mietwohnungen, vielen Büros, Labors, einer Schule, einer großen grünen Freifläche und öffentlichen Verkehrsflächen beinhalten wird.

Von Bruchsal nach New York?

Was erst einmal klein und übersichtlich klingt, kann schnell gewaltige Dimensionen annehmen: Bewährt sich das zukunftsweisende Konzept im Alltag, kann die Idee auf Millionenstädte wie Tokio oder New-York übertragen werden.

An dem Projekt sind die Firma SEW Eurodrive, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Stadt Bruchsal, die Technologie-Region Karlsruhe und viele andere Firmen und wissenschaftliche Einrichtungen beteiligt. Gefördert wird es unter anderem von der Europäischen Union und dem Land Baden-Württemberg.

Paketlieferung auch per Drohne

Das Bruchsaler Unternehmen SEW, das die selbstfahrenden Roboter entwickelt und für den Dauereinsatz im öffentlichen Raum entworfen hat, bekommt nun Hilfe aus der Luft. Zusätzlich zur letzten Meile am Boden, könnten Drohnen der Bruchsaler Firma Volocopter die Anlieferung an die Hubs übernehmen. Bis zu 300 Kilogramm können die Fluggeräte fast 40 Kilometer weit transportieren. Mit dieser Komponente könnte der Lieferverkehr nicht nur aus dem Viertel, sondern gleich aus einer ganzen Stadt verschwinden, so die Beteiligten.

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