Viele Baustellen beim KSC (Foto: SWR)

Viele Baustellen im Wildpark

Von Pandemie bis Stadionbau: Saisonstart beim Karlsruher SC

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Der KSC startet mit dem Ziel Klassenerhalt in die neue Saison der zweiten Fußball-Bundesliga. Die Bewältigung der Corona-Krise und der Stadionneubau gelten als größte Herausforderungen.

Die Pandemie habe den Verein bis jetzt rund sieben Millionen Euro gekostet, sagte KSC-Geschäftsführer Michael Becker zwei Tage vor dem ersten Saisonspiel der Karlsruher beim Aufsteiger Hansa Rostock. Durch neue Sponsoren und eine erfolgreiche Vermarktung stehe der KSC zwar trotzdem gut da. Ein weiteres Jahr ohne Zuschauer sei aber für den Fußball nicht zu verkraften.

KSC erwägt Klage gegen möglichen Ausschluss von Zuschauern

Sollte es im Herbst bei einer möglicherweise wieder deutlich ansteigenden Corona-Inzidenz zu einem Ausschluss von Zuschauern in den Fußballstadien kommen, hält der Geschäftsführer eine Klage dagegen für möglich. Man prüfe derzeit zusammen mit anderen Vereinen vor allem aus Baden-Württemberg, welche rechtlichen Schritte man einleiten könnte, so Michael Becker.

Der KSC kalkuliert ab dem kommenden Jahr mit einer Vollauslastung des Wildparkstadions. Beim ersten Heimspiel der neuen Saison gegen den SV Darmstadt 98 darf das Stadion mit 50 Prozent der Kapazität besetzt sein, also mit 10.000 Zuschauern.

"Es stellt sich die Frage, warum vollständig Geimpfte nicht der Zugang zum Stadion gewährt werden soll."

Spielbetrieb bei laufendem Stadionbau

Als zweite große Herausforderung für den KSC gilt der Spielbetrieb bei laufendem Stadionbau. Der Verein rechnet inzwischen mit der Fertigstellung des neuen Wildparkstadions erst zur Saison 2023/24, also in zwei Jahren. Das wäre rund neun Monate später, als zuletzt von der Stadt Karlsruhe angekündigt. Ursprünglich wurde mit der Fertigstellung bis Mitte 2022 gerechnet.

Derzeit wird am Bau der neuen Haupttribüne gearbeitet. Als besonders aufwendig und kompliziert gilt der Innenausbau mit den dazugehörenden technischen Einrichtungen.

"Zusammengefasst sind wir in einer absoluten Übergangsphase, bis das Stadion fertig ist."

Karlsruher Bescheidenheit: Klassenerhalt als Saisonziel

Für die neue Saison geben sich die Verantwortlichen beim Karlsruher SC bescheiden. Sportchef Oliver Kreuzer nannte trotz Platz sechs in der Vorsaison den Klassenerhalt als großes Ziel. Man müsse ein Stück weit realistisch sein, warnte Kreuzer. Er verwies auf die Stärke der Konkurrenz und auf den verhältnismäßig niedrigen Etat der Karlsruher. Nachdem sich der KSC bereits auf den Außenpositionen verstärkt hat, bestätigte Kreuzer, dass man noch einen weiteren Innenverteidiger verpflichten möchte.

"Die Jungs haben sicherlich ein Optimum geliefert im letzten Jahr. Wir müssen das mitnehmen und versuchen, es wieder umzusetzen."

Karlsruhe

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