Demonstration gegen "Queer"-Feindlichkeit (Foto: SWR)

Protestaktion am Schloss

Demo nach Vorfällen bei Karlsruher CSD-Parade

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In Karlsruhe haben am Sonntagnachmittag rund 120 Menschen gegen Übergriffe bei der Parade am Christopher Street Day in Karlsruhe demonstriert. Dabei waren mehrere Personen verletzt worden.

Die Veranstalter aus der queeren Szene wollten mit ihrer Aktion ein Zeichen für Toleranz und gegen Gewalt an lesbischen, schwulen, bisexuellen und intersexuellen Menschen setzen. Die Demonstration startete mit einer Kundgebung am Karlsruher Schlossplatz. Mit Transparenten und Fahnen zogen die etwa 120 Teilnehmer dann zunächst zum Bundesverfassungsgericht und anschließend zum Marktplatz.

Kundgebung am Karlsruher Schlossplatz (Foto: SWR)
Kundgebung am Karlsruher Schlossplatz

Friedlicher Protest

Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. In Reden wurde der Polizei vorgeworfen, dass sie bei den Vorfällen nach der Christopher Street Day-Parade am 4.Juni nur zögerlich eingeschritten sei. CSD-Teilnehmer sollen dabei von einer anderen Gruppe im Schlossparkt attackiert worden sein. Dabei wurden sechs Menschen leicht verletzt, zudem soll eine Regenbogenfahne angezündet worden sein.

Polizei: keine Belege für Vorwürfe

Die Karlsruher Polizei hat zur Klärung der Vorfälle eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, an der auch der Staatsschutz beteiligt ist. Vorwürfe, sie habe mutmaßliche Täter nicht behelligt und stattdessen Betroffene beleidigt, wies die Polizei mit Verweis auf die Aussagen von Zeugen und Geschädigten zurück.

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