Wohnraumkampagne "Dach gesucht" in Karlsruhe mit Infostand (Foto: SWR, Foto: Martin Besinger)

"Dach gesucht" für Studenten in Karlsruhe

Wohnraum für Studierende wird dringend gebraucht

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Kurz vor Start des Wintersemesters wirbt die Stadt Karlsruhe zusammen mit dem Studierendenwerk um privaten Wohnraum für Studierende. Der Bedarf an Wohnungen ist dieses Mal noch höher als zuvor.

Rund 9.000 Studierende suchen zum Wintersemester eine bezahlbare Wohnung in Karlsruhe. Zusätzlich zu den Studienanfängern kommen Zweit- und Drittsemester, die nun aufgrund niedriger Inzidenzen erstmals vor Ort studieren und in der Stadt wohnen wollen. Deswegen werden alle Karlsruher und Karlsruherinnen aufgerufen, freien Wohnraum zu Vermietung anzubieten. Egal ob leerstehende Kinderzimmer, ungenutzte Arbeitszimmer oder andere Räumlichkeiten.

"Wir haben, nicht nur in Karlsruhe, sondern in jeder Stadt in Deutschland das Problem, dass unsere Bauplätze zu wenig sind. Wir haben zu wenig Fläche, um sie zur Verfügung zu stellen"

Viele Studenten - viel zu wenige Wohnungen

Der Bedarf ist hoch: Neun Studenten kommen auf eine reguläre Studentenwohnung im Wohnheim. So sieht aktuell das Verhältnis von Bedarf und Bestand an Wohnungen für Studierende aus, sagt das Studierendenwerk. Daher die Kampagne "Dach gesucht" der Stadt Karlsruhe und des Studierendenwerks, die zum 9. Mal stattfindet. Unter der Rufnummer 0721-6909192 oder online können sich alle Karlsruher melden, um Vermietungen anzubieten.

"Dach gesucht" bietet Unterstützung

Um potenzielle Vermieterinnen und Vermieter zu erreichen, macht die diesjährige Wohnraumkampagne noch bis zum ersten Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr mit einer großen Installation am Kronenplatz in Karlsruhe auf die angespannte Lage aufmerksam. Auch hier kann man sich direkt vor Ort informieren oder helfen.

Gemeinsam lebt sich's besser

Hingewiesen wird bei der Wohnraumkampagne auch auf die Aktion "Wohnen für Hilfe". Dabei wohnen Studierende und Vermietende in einer Art Wohnpartnerschaft zusammen und helfen sich gegenseitig. Die Idee dahinter: pro Quadratmeter helfen die Studierenden eine Stunde im Monat, Mietnebenkosten zahlen die Studierenden. Die Art der Hilfe wird zuvor vereinbart, zum Beispiel gemeinsame Aktivitäten, Unterstützung beim Einkauf oder im Haushalt.

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