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An der Heinrich-Hertz-Berufsschule in Karlsruhe war es am Donnerstag endlich soweit: für Lehrer und Mitarbeiter im Schulbetrieb haben die regelmäßigen Corona-Tests begonnen.

Wenn im Erdgeschoss im Foyer der Heinrich-Hertz-Schule in Karlsruhe ab sofort regelmäßig getestet wird, dann stehen sogar die Lehrerinnen und Lehrer Schlange. Jeder darf, keiner muss, aber denen, die kommen, ist die Erleichterung anzusehen. Das sei eine gute Sache, sagt Jörg Seifried, stellvertretender Schulleiter und Informatik-Lehrer an der Berufsschule.

"Der Schnelltest ist eben einer der Bausteine, die den Schulbetrieb sicherer machen können."

Jörg Seifried, stellvertretender Schulleiter

Sein Kollege Klaus Appelt unterrichtet die Fächer Deutsch und Sport und auch er fühlt sich deutlich wohler, wenn er endlich weiß, woran er ist. Endlich sei diese quälende Ungewissheit weg, dieser umständliche Gang zum Hausarzt, erklärt Appel.

So läuft der Schnelltest für die Lehrer

Idee: Möglichst viele testen

Vorher hat er sich noch nicht testen lassen. Zu umständlich, sagt der Lehrer. Und wie ihm ging es wohl vielen. Da war immer ein ungutes Gefühl, so eine Restunsicherheit. Das ist jetzt anders - und so kam auch die Idee von Schulleiter Andreas Hörner zustande. "Wir haben schon vor geraumer Zeit überlegt, solche Tests in der Schule anzubieten", erklärt Hörner. Allein durch die gute Infrastruktur habe man so die Chance, möglichst viele zu testen - zum Beispiel die Lehrer in der großen Pause.

"Es ist immer besser, wenn der Test zu den Menschen kommt."

Andreas Hörner, Schulleiter

Ein Testzentrum für insgesamt fünf Schulen

Allein am ersten Vormittag kamen am Donnerstag 30 Lehrer. Auch eine Kollegin von einer Nachbarschule war da. So war es gedacht: ein Testzentrum für fünf Schulen und demnächst nicht mehr nur für Lehrer.

"Wenn der kostenlose Test für Schüler kommt, dann können wir auch morgens die Schüler durchtesten."

Andreas Hörner, Schulleiter

Karlsruher Apotheker testet in der Schule

Getestet wird übrigens vom Profi. Der Apotheker Patrick Kwik kommt extra mit Laborassistenz und kompletter Ausrüstung in die Schule. Er hat damit zwar einen großen Aufwand, weil seine Apotheken-Betrieb auch weiter laufen muss, aber er ist begeistert von der Möglichkeit.

"Es ist toll, dass wir hier mithelfen können, dass wir alle an einem Strang ziehen. Sodass wir vielleicht alle bald wieder irgendwann ein normales Leben führen können."

Patrick Kwik, Karlsruher Apotheker
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