Symbolbild - eine leere Kinderschaukel (Foto: IMAGO, Rolf Kremming Symbobild)

Zwei Fälle an einem Tag

Polizei verhindert zwei Kindesentführungen im Raum Karlsruhe

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Oliver Grimm
Bild von Oliver Grimm (Foto: SWR, Patricia Neligan )

Bundespolizisten haben am Dienstag gleich zwei Kindesentführungen verhindert. Zunächst nahmen sie einen 6-Jährigen am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden in Schutz und dann einen 11-Jährigen in einem Zug bei Karlsruhe.

Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) in Rheinmünster-Söllingen (Landkreis Rastatt) wollte eine 43-Jährige am Dienstagvormittag mit ihrem 6-jährigen Sohn in ihre Heimat nach Bulgarien ausreisen, teilte die Bundespolizei mit.

Bei der Überprüfung der Personalien wurde festgestellt, dass das Kind zur sogenannten Ingewahrsamnahme ausgeschrieben war. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht war zuvor dem Vater zugesprochen worden. Die Mutter erwartet nun eine Anzeige.

Weiterer Fall im Fernzug nach Karlsruhe

Am Dienstagnachmittag haben dann Beamte der Bundespolizei in einem grenzüberschreitenden Fernverkehrszug, auf der Fahrt von Straßburg nach Karlsruhe, ein vermisstes Kind angetroffen.

Der 11-jährige Junge war in Begleitung seiner 43-jährigen litauischen Mutter und deren Lebensgefährten. Bei der Überprüfung der Personalien der Personen stellte sich heraus, dass auch dieses Kind zur Ingewahrsamnahme ausgeschrieben war. Die Vormundschaft des Kindes liegt beim Jugendamt.

Kind wurde dem Jugendamt übergeben

Die Mutter hatte ohne Erlaubnis mit ihrem Sohn Deutschland verlassen. Die Personen wurden am Bahnhof in Karlsruhe aus dem Zug gebracht. Das Kind wurde dem Jugendamt in Karlsruhe übergeben. Die Mutter erwartet ebenfalls eine Anzeige.

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