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In einem offenen Brief verteidigen elf Bürgermeister aus dem Landkreis Karlsruhe ihre Gemeinschaftsschulen gegen Kritik des Landesphilologenverbandes. Der Verband der Gymnasiallehrer hatte unter anderem behauptet, in Gemeinschaftsschulen im Land würden Noten bei Abschlussprüfungen geschönt.

Die Bürgermeister aus dem Landkreis Karlsruhe sehen in den Vorwürfen des Philologenverbandes eine Kampagne gegen Gemeinschaftsschulen. Die Kritik des Verbandes komme zur Unzeit, meint der Initiator des Protestbriefs, Bürgermeister Bernd Killinger (parteilos) aus Forst. Just zu den allerorten stattfindenden Schulinformationstagen, bei denen Eltern über die Zukunft ihrer Kinder nach der Grundschule entscheiden, sei es ärgerlich, das so auf die Gemeinschaftsschulen eingeschlagen werde.

Unter anderem die Lußhardtschule in Forst und Hambrücken präsentiert sich am Freitagabend mit einem Tag der offenen Tür für das kommende Schuljahr. In Gemeinschaftsschulen werden Kinder nach der Grundschule gemeinsam unterrichtet und können dann unterschiedliche Abschlüsse machen.

Harsche Kritik der Gymnasiallehrer

Die Interessenvertretung der Gymnasiallehrer hat harsche Kritik an den Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg geäußert. Die Gemeinschaftsschulen seien finanziell ein Fass ohne Boden und brächten keine besseren Lernleistungen der Schüler. Ausschließlich die Anhänger von "Eine Schule für alle Kinder" sehen in ihr einen Fortschritt, teilte der Philologenverband am Mittwoch in Stuttgart mit.

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