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Stadt und Land haben am Freitagabend in einem digitalen Bürgerforum die Pläne rund um das Badische Staatstheater Karlsruhe präsentiert und erläutert. Damit reagierten die Beteiligten auf die anhaltende Diskussion über die Kostenexplosion.

Rund 500 Bürgerinnen und Bürger haben am Freitagabend an einem digitalen Bürgerforum der Stadt über die Finanzierung der Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen des Badischen Staatstheaters teilgenommen. Die immer weiter steigenden Baukosten hatten in den letzten Wochen für Diskussionen gesorgt.

Zehn Vertreter von Stadt und Land erläutern Sanierungspläne

Es war ein Großaufgebot, dass da im Badischen Staatstheater auf dem Podium saß. Zehn Vertreterinnen und Vertreter von Stadt und Land. Neben Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD), waren der Karlsruher Kulturbürgermeister und die Kulturamtsleiterin sowie gleich zwei Staatssekretärinnen aus Stuttgart und Vertreterinnen aus dem Planungsteam mit dabei. Alle gaben sich Mühe, das komplizierte Großprojekt noch einmal von Grund auf zu erläutern. Und zu erklären: warum wird das Ganze viel teurer als 2017 gedacht?

SWR Kulturredakteurin Marie-Dominique Wetzel schildert Moderator Ekkehard Jayme ihre Eindrücke vom Forum:

Klares Bekenntnis für Staatstheater, wenig Verständnis für Kritik

Ursprünglich war die Sanierung des fast 50 Jahre alten Gebäudes mit 225 Milllionen Euro veranschlagt worden, inzwischen wird mit über 500 Millionen kalkuliert. Deswegen ist eine Grundsatzdebatte aufgeflammt, ob das Badische Staatstheater ohnehin zu groß und teuer sei. Die Beteiligten nutzten das Bürgerforum dafür, ein klares Bekenntnis für das Theater in seiner jetzigen Größe und Bedeutung abzugeben. Kunst-Staatssekretärin Petra Olschowski (Grüne) machte klar, dass der Status "Staatstheater" nicht mehr gerechtfertigt wäre, wenn Sparten wegfallen würden. Dies würde auch weniger Geld vom Land bedeuten.

Teilnehmer bemängeln zu wenig Raum für Nachfragen

Viel Zeit für Fragen aus der Bevölkerung blieb nach anderthalb Stunden Vorträgen nicht mehr. In der Kommentarfunktion bemängelten das einige. Kritik am Vorgehen der Stadt wurde in den Fragen und Kommentaren genauso deutlich, wie eine grundsätzliche Unterstützung für die Institution Staatstheater.

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