Drei Windräder sollen bei Rheinstetten gebaut werden (Foto: imago images, Horst Galuschka)

Klares Votum beim Bürgerentscheid

Rheinstetten soll drei Windräder bekommen

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Mit klarer Mehrheit haben sich die Rheinstettener Wähler für den Ausbau der Windkraft auf einem städtischem Gelände ausgesprochen. Drei Windräder sollen gebaut werden.

Das Votum fiel überraschend klar pro Windkraft aus: 66 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmten bei dem Bürgerentscheid mit "Ja", 34 Prozent waren dagegen. Das vorgesehene Gelände hat 35 Hektar und liegt südlich des Epplesees. Das Quorum von 20 Prozent der Stimmberechtigten, das für die Zulässigkeit des Bürgerentscheids erforderlich war, wurde zuvor deutlich überschritten.

Postive Grundstimmung für die Windkraft

Konkret ging es bei der Abstimmung um eine Fläche im Gewann Stiftäcker östlich der B36, zwischen der Landesstraße 566 und der Bahnlinie, die der Nachbarschaftsverband Karlsruhe für Windenergie ausgewiesen hatte. Der Stadt Rheinstetten gehört ein Großteil der Fläche, daher kann sie entscheiden, was damit geschieht.

Der Gemeinderat hatte sich im März einstimmig auf Vorschlag von Oberbürgermeister Sebastian Schrempp (CDU) dafür ausgesprochen, einen Bürgerentscheid zu dem Thema zu veranstalten. Schrempp zeigte sich vom Ergebnis des Bürgereintscheids nicht überrascht.

"Nach einem Dreivierteljahr intensiver Öffentlichkeitsarbeit war in der Stadt zuletzt eine positive Grundstimmung für die Windkraft zu spüren."

Gemeinderat soll zügig entscheiden

Die Stadt Rheinstetten will nun zügig gemeinsam mit dem Gemeinderat ein Konzept für den Bau von bis zu drei Windrädern mit 240 Meter Gesamthöhe erstellen. Dabei geht es auch darum, die Belange der Bürger insbesondere im Zusammenhang mit einer möglichen Lärmbelastung mit einzubeziehen. Zehn potenzielle Investoren haben bereits Interesse angemeldet, im nächsten Sommer soll das Ausschreibungsverfahren starten, an das sich ein Umwelt-Genehmigungsverfahren anschließt.

"Signal für Windkraft in der Region"

Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein wertete das Ergebnis als "ein neues Signal für die Windkraft in der Region". Ob daraus ein Trend werde, bleibe vorerst noch abzuwarten.

"In unserer Planung haben wir schon zugrundegelegt, daß die Region zwischen Karlsruhe und Rastatt grundsätzlich geeignet ist für die Windkraft."

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