Ein Hofladen in Wiernsheim (Foto: SWR, Peter Lauber)

Immer mehr setzen auf Einkäufe beim Erzeuger

Hofladen in Wiernsheim boomt dank Corona

STAND
AUTOR/IN

Corona kennt viele Verlierer - unzählige Menschen leiden unter den Folgen der Pandemie. Doch es gibt auch Gewinner. Ihnen beschert die Krise zusätzliche Umsätze. Dazu gehören zum Beispiel auch Hofläden.

Glückliche Kühe, die jeden Tag raus auf die Weide dürfen - hier kommt sie her, die Milch, die Florian Holzhaus in der Molkerei seines Biohofs in Wiernsheim (Enzkreis) in 1-Liter-Flaschen abfüllt. Insgesamt füllt der Biobauer nach eigenen Angaben in der Woche bis zu 3.000 Liter Milch ab.

Supermarkt ist für viele keine Alternative

Den Großteil der Milch verarbeitet Landwirtin Regina Blessing zu Käse und anderen Molkereiprodukten, die sie dann im Hofladen nebenan verkauft. Das Geschäft läuft. Schon gleich nach Öffnung sind die ersten Kunden da. Sie kaufen hier ein, obwohl es im Supermarkt deutlich billiger wäre.

"Im Supermarkt ist es vielleicht billiger, aber nicht so gut. Hier ist alles super frisch."

Der Trend zum Käse, Fleisch und Gemüse vom Bauern nebenan, der habe längst vor Corona eingesetzt. Doch die Pandemie habe der Entwicklung nochmal einen Schub gegeben.

"Wenn die Leute mehr zuhause im Homeoffice arbeiten, dann wird auch mehr zuhause gekocht."

Auffallend sei, dass in jüngster Zeit vermehrt junge Familien in den Laden kommen. Das Resultat: der Absatz von Frischmilch zum Beispiel hat sich in den vergangenen Monaten verdreifacht. Was allerdings nicht heiße, dass sie sich jetzt eine goldene Nase verdienten, meinen die Blessings.

Immer mehr konventionelle Betriebe steigen um

Dennoch: Insgesamt wachse das Angebot regionaler Erzeugnisse, weil auch die Zahl der Selbstvermarkter steige, teilt der Landesbauernverband mit. Denn immer mehr konventionelle Betriebe steigen um. Was Regine Blessing besonders freut: dass sich immer mehr junge Leute Gedanken darüber machen, was sie essen.

Pforzheim

Verzögerung und Preissteigerung Pforzheim/Karlsruhe: Handwerker beklagen Lieferengpässe

Eigentlich läuft es in der Baubranche richtig gut: die Auftragsbücher sind randvoll, überall wird gebaut und saniert. Doch bei vielen Materialien gibt es massive Lieferengpässe, klagen Betriebe auch in Pforzheim.  mehr...

STAND
AUTOR/IN