STAND

Die Cyberwehr mit Sitz in Karlsruhe unterstützt ab sofort drei Monate lang landesweit alle medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Das Land befürchtet Hackerangriffe auf das Gesundheitswesen.

Man fürchte zunehmende Cyber-Angriffe, vor allem auf für Corona-Behandlungen zuständige Stellen, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl (CDU). Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die internationale Polizeibehörde INTERPOL warnten vor Cyberangriffen auf Krankenhäuser und andere Einrichtungen.

Daher wurde das Angebot der Karlsruher Cyberwehr auf diese Einrichtungen im ganzen Land ausgeweitet.

"Die Cyberwehr steht ab sofort Krankenhäusern, Arztpraxen, Apotheken, Testlaboren, Pflegeeinrichtungen und mobilen Pflegediensten zur Verfügung."

Thomas Strobl, Innenminister in Baden-Württemberg

Über eine Hotline ist rund um die Uhr eine Erstberatung möglich, Partnerunternehmen stehen für Vor-Ort-Einsätze bereit. Ziel der Cyberwehr ist es, die Computersysteme so schnell wie möglich wiederherzustellen, damit Unternehmen und Einrichtungen weiter arbeiten können.

Cyberwehr und Polizei unterstützen sich gegenseitig

Dabei arbeiten die Spezialisten der Cyberwehr eng mit der Cybercrime-Abteilung der Polizei zusammen.

"Während die Cyberwehr bei der Wiederherstellung angegriffener IT-Systeme hilft, legt die Polizei ihren Fokus auf die Ermittlungsarbeit und die Gefahrenabwehr. Betroffene sollten bei Cyberangriffen auch sofort Anzeige bei der Polizei erstatten und so die Strafverfolgung ermöglichen."

Thomas Strobl, Innenminister in Baden-Württemberg

Die Cyberwehr am Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe war bislang nur im Raum Karlsruhe, dem Landkreis Rastatt und Baden-Baden aktiv und betreut hier über zehntausend kleine und mittelständische Unternehmen.

Podcast „Netzagent“ in der Audiothek Pilotprojekt BW - Das bringt die Cyberwehr für Unternehmen

Unternehmen werden gezielt mit Schadsoftware infiziert, um sie dann zu erpressen. Viele mittelständische Unternehmen sind Cyberangriffen oft wehrlos ausgesetzt. In Baden-Württemberg läuft ein Pilotprojekt für die schnelle Soforthilfe - der passende Name: Cyberwehr.  mehr...

Cyberwehr - Notruf und Soforthilfe nach dem Hackerangriff

Cyberangriffe laufen immer professioneller ab: Die Täter infizieren gezielt Unternehmen mit Schadsoftware, um sie dann zu erpressen. Oft wissen sie so gut Bescheid über ihre Opfer, dass sie die Höhe ihrer Lösegeldforderungen an deren Möglichkeiten orientieren. Viele mittelständische Unternehmen sind einem derart gezielten Vorgehen wehrlos ausgesetzt und die Zahl der Angriffe steigt stetig. In Baden-Württemberg läuft daher ein Pilotprojekt für die ganz schnelle Soforthilfe - der passende Name: Cyberwehr. In dem Forschungsprojekt sind Sicherheitsbehörden, Wirtschaft und Wissenschaft vernetzt - geleitet wird es von Dirk Achenbach. ►► Mehr Netzagent zum Anhören • Bei SWR Aktuell: http://x.swr.de/s/netzagent • In der ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/netzagent/62037366 • Bei Spotify: https://open.spotify.com/show/6m6x8uhR2TwQzJsO7GNHnj • Bei Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/swr-aktuell-netzagent/id1466938159 • Bei Google Podcasts: http://x.swr.de/s/netzagentgooglepodcasts ►► #netzagent Neues und Hintergründiges zu Cybercrime und Cyberwar, Datenschutz und Datensicherheit - Wir reden mit Experten über Technik, Politik und Gesetze, die das Internet bedrohen oder sicherer machen.  mehr...

Hilfe für kleinere Unternehmen bei Hackerangriffen "Cyberwehr" in Karlsruhe wächst

Die "Cyberwehr Baden-Württemberg" im Cyberforum Karlsruhe befindet sich noch in der Pilotphase - in naher Zukunft wird sie Unternehmen im ganzen Land nach Hackerangriffen helfen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN