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Wenn man Fotos von der Schwarzwaldhochstraße aus den 1970er Jahren betrachtet, kann man kaum glauben, was man darauf sieht. Schneepracht so weit das Auge reicht, Hunderte von Skifahrern, belebte Höhenhotels. Von dem alten Glanz ist leider nicht mehr viel übrig.

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Schnee gibt es in den Höhengebieten kaum noch, die Hotels sind größtenteils schon lange geschlossen und die Touristen und Wintersportler bleiben wegen des Klimawandels aus.

Matschpisten statt Tiefschneehänge

Der Skihang auf Unterstmatt ist derzeit nur eine grün-braune Matschpiste. Es ist viel zu warm, Regen hat das Gelände durchweicht. An Wintersport ist für dieses Jahr wohl kaum noch zu denken. Ein paar Kilometer weiter auf Hundseck das gleiche Bild - nur noch etwas dramatischer. Die baufällige Ruine eines einstmals stolzen Höhenhotels - ein wenig attraktiver Anblick.

Lediglich am Mummelsee ist wegen des Hotels Touristenbetrieb. Früher war das ganz anders. Es gab ab November Schneegarantie, erinnert sich Schwarzwaldhistoriker und Buchautor Roland Seiter. Der Winter fühlt sich an der Schwarzwaldhochstraße derzeit an, wie ein kühler Frühling. Langlauf kann man vergessen. Für die Skiliftbetreiber ist das Wetter eine Katastrophe. Auf Unterstmatt gab es in diesem Jahr erst acht Tage Skibetrieb, der Hochkopf-Lift war noch überhaupt nicht geöffnet.

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