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Anlässlich des 76. Gedenktages am 23. Februar präsentiert das Kulturamt der Stadt Pforzheim die Ausstellung "Die Narben des 23. Februar 1945. Alltägliche Erinnerungen im Pforzheimer Stadtbild".

Die Aufnahmen des Fotografen Sebastian Seibel zeigen heute noch sichtbare Folgen des britischen Luftangriffs im Zweiten Weltkrieg. Zu sehen sind die Bilder vom 3. bis 28. Februar in den Fenstern des Stadtlabors im Rathauspavillon und im Internet.

Alltägliche Erinnerungen im Stadtbild

Die Pforzheimer Kunsthistorikerin Christina Klittich, die die Ausstellung kuratiert hat, hat zahlreiche "Narben" entdeckt, die zu alltäglichen Erinnerungen geworden sind. Beispiele dafür sind die Osterfeldschule (siehe Bild unten), die Bebauung am Bahnhofplatz oder das Alte Rathaus, die den vereinfachten Wiederaufbau deutlich erkennen lassen.

Fassade der Osterfeldschule früher und heute (1907 eröffnetheute Kulturhaus Osterfeld) (Foto: Pressestelle, ©Sebastian Seibel; Bild rechts (Archivbild; Stadtarchiv Pforzheim (S1-05-013-R.003)) ©Gebrüder Merz )
Osterfeldschule (1907 eröffnet/heute Kulturhaus Osterfeld) Pressestelle ©Sebastian Seibel; Bild rechts (Archivbild; Stadtarchiv Pforzheim (S1-05-013-R.003)) ©Gebrüder Merz

An anderen Stellen klaffen Baulücken, wo bis zum 23. Februar 1945 Wohnhäuser standen. Meistens werden sie als Parkplatz genutzt, wie zum Beispiel an der Kallhardtstraße oder an der Ecke Jahnstraße/Bleichstraße.

Fassaden mit Kriegsnarben

Auch zahlreiche Fassaden sind vernarbte Zeitzeugen der Kriegsereignisse. Die Zerstörungsspuren an den Sandsteinfassaden der Osterfeldschule sind bewusst bewahrte Erinnerungen. Im Museum Johannes Reuchlin zeigt die historische Außenmauer des Stiftchores deutliche Spuren von Brand- und Granatsplittern.

"Die Narben des 23. Februar", Plakat zur Ausstellung in Pforzheim (Foto: Pressestelle, Stadt Pforzheim / ©Sebastian Seibel )
"Die Narben des 23. Februar" Pressestelle Stadt Pforzheim / ©Sebastian Seibel

Vorher/Nachher-Perspektiven auf Instagram

Auf dem Instagram-Account des Kulturamts erscheint parallel täglich ein Motiv mit Vorher/Nachher-Perspektiven, ergänzt durch historische Fotoaufnahmen des Stadtarchivs. Ab März wandert die Ausstellung aus dem Stadtlabor zu interessierten Schulen.

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