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Die Gemeinde Dobel im Kreis Calw bereitet sich auf den nächsten Ansturm auf die Schneegebiete vor. Unter anderem behält sich die Verwaltung vor, den Andrang mit Straßensperrungen zu kontrollieren.

Bürgermeister Christoph Schaack (parteilos) spricht von chaotischen Zuständen und einer zunehmenden Aggressivität. Parkverbote und Einbahnstraßen würden ignoriert, Absperrungen beseitigt und Polizei und Gemeindemitarbeiter beschimpft.

Straßensperrungen und mehr Einsatzkräfte

Man habe beim Landratsamt beantragt, als Gemeinde künftig selbst die nach Dobel führende Landesstraße sperren zu dürfen, um ein drohendes Verkehrschaos abzuwenden. Zudem werde man den Verkehr in Dobel stärker regeln. Für den Dreikönigs-Feiertag hat die Gemeinde die Polizei um zusätzliche Einsatzkräfte zur Unterstützung gebeten.

Auch am Montag waren wieder zahlreiche Ausflügler in den Nordschwarzwald gekommen. Schon am Vormittag waren die Parkplätze entlang der Schwarzwaldhochstraße voll. Allerdings war die Situation - auch auf dem Dobel - deutlich entspannter als noch am Wochenende.

Eltern mit Kindern und Schlitten auf dem Dobel (Foto: SWR)
Auch am Montag zog es zahlreiche Familien auf den Dobel in den Schnee

Teilweise chaotische Zustände

Da führten Staus und überfüllte Parkplätze zu teilweise chaotischen Zuständen. Auf der Schwarzwaldhochstraße stauten sich am Sonntag bereits am Vormittag die Autos, der Zustrom ließ bis in den Nachmittag hinein nicht nach. Auf Zufahrtsstraßen wurde der Verkehr deshalb zum Teil unterbrochen und Straßen wurden zeitweise gesperrt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim sagte.

Aggressionen haben deutlich zugenommen

Der Bürgermeister von Dobel Christoph Schaak appellierte an die Besucher vor allem an den Wochenenden und Feiertagen zu Hause zu bleiben. Vor allem am Sonntag und am 2. Weihnachtsfeiertag seien die Zustände untragbar gewesen.

"Die Aggression gegenüber den Ordnungsbehörden hat erheblich zugenommen."

Christoph Schaak, Bürgermeister von Dobel

So extrem wie es jetzt war, sei es in den Vorjahren nie gewesen. Man sei am Anschlag, was die Parkplätze angehe. Die Gemeinde habe eine Daueranordnung beantragt, die L340 als Kommune sperren zu dürfen. Man werde am Dreikönig-Feiertag aber definitiv die Zufahrtsstraßen der Gemeinde sperren, wenn die Parkplatzsituation dies erfordere, so Bürgermeister Schaak.

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