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Das Polizeipräsidium Karlsruhe will Verdachtsfälle bei Jugendlichen auf regelmäßigen Alkoholkonsum an Führerscheinstellen melden. Dafür plädierte Polizei-Vizepräsident Hans Matheis am Rande der Fastnachtsumzüge.

Rund um die Fastnachtsumzüge in der Region seien immer wieder Gruppen stark alkoholisierter Jugendlichen aufgefallen. Jetzt setzt das Polizeipräsidium Karlsruhe auf Abschreckung. Bei entsprechenden Verdachtsfällen bei Führerscheinanwärtern wird das Polizeipräsidium Karlsruhe die Infos sowohl an die Führerscheinstellen, aber auch ans Jugendamt weitergeben.

450 Ansprachen bei Durlacher Umzug

Allein beim Umzug im Karlsruher Stadtteil Durlach am Sonntag mussten die Jugendschutzteams 450 Ermahnungen aussprechen. Insgesamt wurden 57 Platzverweise ausgesprochen. Bei Werten von bis zu zwei Promille Alkohol sei nicht nur die Gesundheit in Gefahr, sondern auch der bevorstehende Führerschein, so die Polizei.

"Wer sich bei solchen Werten noch auf den Beinen halten kann, da kann man von einem hohen Gewohnheitsgrad ausgehen."

Hans Matheis, Polizei-Vizepräsident Karlsruhe

Weitergabe von sensiblen Daten

Probleme mit dem Datenschutz gebe es nicht, erklärte Matheis dem SWR weiter. Bei Verdachtsfällen können präventiv die Daten unter den Polizeibehörden weitergegeben werden.

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