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Der Ausbau der A8 bei Pforzheim verzögert sich erneut. Der Grund sind laut Regierungspräsidium die deutlich gestiegenen Baukosten. Das Projekt soll nun doppelt so teuer werden, wie zuletzt geplant.

Zum zweiten Mal wurden die Ausschreibungen für die Hauptarbeiten verschoben. Waren es beim letzten Mal erschwerte Abstimmungen wegen der Corona-Beschränkungen, werden diesmal die explodierten Kosten als Grund genannt. Statt 150 Millionen Euro soll der sechsspurige Ausbau zwischen Pforzheim-Nord und -Süd nun mehr als doppelt soviel kosten.

Bund muss gestiegene Kosten wieder genehmigen

Die neuen Kosten von voraussichtlich rund 340 Millionen Euro müssen nun vom Bund genehmigt werden, bevor der Ausbau des rund fünf Kilometer langen Streckenabschnitts von vier auf sechs Spuren ausgeschrieben wird.

Mast kritisiert Kostensteigerung und Kommunikation

Kritik kommt von der Pforzheimer Bundestagsabgeordneten Katja Mast (SPD). Gleichzeitig betont sie aber, dass die A8 die verkehrspolitische Lebensader der regionalen Wirtschaft sei und ihr Ausbau wichtig.

"Die jetzt bekannt gewordene Kostensteigerung wundert mich. Ich werde dem umgehend nachgehen. Dass ich davon zufällig per Pressemitteilung erfahre, ist kein guter Stil."

Erdarbeiten deutlich teurer

Begründet wird die Kostensteigerung mit den beengten Verhältnisse im Enztal, die zum Beispiel Erdarbeiten und provisorische Verkehrsführung deutlich verteuern würden. Damit verzögert sich der Ausbau schon zum vierten Mal. Nach den ursprünglichen Plänen hätten schon 2019 die Bagger rollen sollen. Jetzt wird mit einem Baubeginn im nächsten Sommer gerechnet, frühstens 2026 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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