Landgericht Tübingen (Foto: SWR, Georg Filser)

Autohändler auf Landstraße getötet Zwei Männer für Mord bei Bad Herrenalb verurteilt

Das Landgericht Tübingen hat zwei Männer zu langen Haftstrafen verurteilt. Im vergangenen September hatten sie im Kreis Calw einen Autohändler in seinem Fahrzeug ermordet.

Die Männer wurden wegen gemeinschaftlichen Mordes an einem Autohändler nahe Bad Herrenalb (Kreis Calw) schuldig gesprochen. Das Landgericht Tübingen entschied am Donnerstag, dass ein zur Tatzeit 48-Jähriger lebenslang ins Gefängnis muss. Ein damals 23-Jähriger erhielt 13 Jahre Haft. Sein Urteil ist laut einer Gerichtssprecherin bereits rechtskräftig, da auf Rechtsmittel verzichtet worden sei.

Opfer auf Landstraße im Kreis Calw erschossen

Die Männer sollen ihr Opfer im September 2018 auf einer Landstraße im Kreis Calw in dessen Auto angegriffen haben. Dabei soll der Jüngere der beiden den 47-jährigen Autohändler mit einem Elektroschockgerät überwältigt haben. Der Ältere schoss laut Anklage mehrfach auf den Mann, woraufhin dieser starb. Seine Leiche wurde auf der Landstraße entdeckt.

Täter fürchteten Anzeuge durch Opfer

Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die beiden Beschuldigten den Mann getötet haben, weil er sie wegen mehrerer Betrugsstraftaten habe anzeigen wollen. Sie sollen ihm lange vorgespiegelt haben, sie könnten Angehörige gegen Bezahlung ein Aufenthaltsrecht in Deutschland organisieren. Dafür soll das Opfer insgesamt mindestens 23.000 Euro bezahlt haben.

Eine 38-köpfige Sonderkommission hatte die Täter nach vielen Hinweisen aus der Bevölkerung vier Wochen nach dem Fund der Leiche festnehmen können.

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