Weltmobilitätsgipfel in Stockholm gestartet (Foto: SWR)

Zukunftspläne des KVV Das erwartet den Nutzer in Karlsruhe

E-Mobilität, Autonomes Fahren - für viele Nutzer sind die Diskussionen darüber ziemlich abstrakt. Viel wichtiger ist die Frage, wie man einfach und schnell von A nach B kommt. Beim KVV tut sich was.

Wenn man ein Ticket für den Nahverkehr kauft, muss man sich erst entscheiden wie weit man fährt und wie viele Waben man durchkreuzt. Danach wird der Tarif berechnet. Damit könnte für den täglichen Pendler im Raum Karlsruhe bald Schluss sein. Der Karlsruher Verkehrsverbund, KVV, hat auf dem Mobilitätsgipfel eine neue App-Homezone angekündigt.

Homezone statt klassisches Wabensystem

Jeder Nutzer soll die Möglichkeit haben sich seinen eigenen Umkreis zu wählen, in dem er sich täglich bewegt. Daraus ergibt sich dann das Tarifabo, dass der Nutzer monatlich kündigen kann. Mehr Flexibilität statt starre Strukturen, so sieht KVV-Geschäftsführer Alexander Pischon die Zukunft des ÖPNV.

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Regiomove als Leuchtturmprojekt

Das Projekt Regiomove wird von der EU und vom Land Baden-Württemberg gefördert. Ziel ist es den Weg zur Arbeit oder in die Stadt für den Kunden so einfach wie möglich zu machen, ohne dass er sein eigenes Auto nutzen muss. Dafür sollen die verschiedenen Anbieter wie Car- und Bikesharing und der ÖPNV vernetzt werden.

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Start für 2020 geplant

Im kommenden Jahr soll die App an den Start gehen. Außerdem werden erstmal an sieben Stellen in der Region sogenannte "Ports" entstehen - also Stellplätze für Mietfahrräder und Mietautos direkt neben Haltestellen, sodass der Nutzer für die sogenannte letzte Meile nach Hause oder zur Arbeit von Bus und Bahn auf den individuellen Verkehr umsteigen kann.

Mobilität der Zukunft braucht Investitionen

Auch wenn ein Projekt wie Regiomove Vorteile und eine Vereinfachung für den Nutzer bringt, so stellt es Kommunen und Verkehrsverbünde auch vor finanzielle Herausforderungen. Wenn flächendeckend Ports entstehen sollen, damit verschiedene Verkehrsmittel miteinander verknüpft werden können, bedeutet das auch hohe Kosten für Planung und Bau.

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