Fake News Button im Internet (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Franziska Gabbert)

Zehnter Präventionstag Karlsruhe Experten diskutieren richtigen Umgang mit neuen Medien

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Es war ein Treffen für Pädagogen, Verwaltungs- und Justizmitarbeiter: Der zehnte Karlsruher Präventionstag hat sich mit dem Umgang mit den neuen Medien auseinandergesetzt.

Beim Karlsruher Präventionstag ging es am Dienstag um das "digitale Neuland".
Wie erkenne ich eine Falschmeldung in den sozialen Netzwerken? Und wie viel Zeit verbringen Schüler eigentlich durchschnittlich mit dem Smartphone? Und könnte Gemeinschaftsunterricht an den Schulen die Demokratie stärken? Diese und weitere Fragen wurden in der Stadthalle in Ettlingen eingehend besprochen und in Workshops bearbeitet.

Soziale Medien standen im Mittelpunkt

Etwa 400 Teilnehmer kamen aus der gesamten Region, um sich unter dem Motto „Medien. Demokratie. Kompetenz.“ über ihre Arbeit auszutauschen. Während der Gespräche und der Podiumsdiskussion am Vormittag wurde der Wunsch nach einem Gemeinschaftsunterricht an Schulen laut. Hier könnten Heranwachsende den Umgang mit dem Smartphone und den sozialen Medien lernen. Denn dass Jugendliche immer mehr Zeit mit dem Handy verbringen, bestätigte nicht zuletzt der anwesende Social-Media-Experte Clemens Beisel aus Pforzheim, der beruflich jeden Tag mit Schülern konfrontiert ist:

"Ich erlebe in fast allen Klassen Schüler, die bis zu zehn Stunden [täglich] am Handy sind."

Clemens Beisel, Sozialmanager

Einen insgesamt reflektierteren Umgang mit sozialen Medien in der Gesellschaft forderte der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen. Man müsse von der digitalen Gesellschaft von heute, zur redaktionellen Gesellschaft der Zukunft werden – in der Menschen wie Journalisten die Informationen und Quellen auf ihrem Handy hinterfragen und einschätzen können. SWR-Reporter Julian Burmeister berichtet von vor Ort:

Dauer

Organisiert wurde der Präventionstag vom Landkreis und der Stadt Karlsruhe, sowie vom Karlsruher Polizeipräsidium. Als Gesprächstpartner zugegen waren auch die Karlsruher Polizeipräsidentin Caren Denner und der Jugendamtsleiter des Karlsruher Landratsamtes, Dominik Weiskopf, sowie Elisabeth Peitzmeier vom Stadtjugendausschuss Karlsruhe.

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