Tafeln des Meisters von Meßkirch Wichtige Bilder für die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe hat zwei Tafeln des Meisters von Meßkirch erworben. Das "Selbstbildnis mit Dämonen" von Karl Hofer kommt aus Zürich nach Karlsruhe.

Die Tafelgemälde "Der Heilige Johannes der Täufer mit der Stifterin Apollonia von Henneberg" und "Die Heilige Maria Magdalena" entstanden zwischen 1535 und 1538. Sie bildeten Vorder- und Rückseite eines Drehflügels im Hochaltar von Sankt Martin in Meßkirch. Beide Tafeln sind nun in der Staatlichen Kunsthale in Karlsruhe zu sehen.

Reaktion auf Weltkrieg und Nationalsozialismus

Außerdem gehört dem Karlsruher Haus nun auch das "Selbstbildnis mit Dämonen" von Karl Hofer. Mit diesem Gemälde soll der Karlsruher Künstler auf den Ersten Weltkrieg und den aufkommenden Nationalsozialismus reagiert haben.

"Alle drei Werke sind im Kern sehr wichtig für die Sammlung der Kunsthalle Karlsruhe"

Petra Olschowski, Kulturstaatssekretärin Baden-Württemberg

Die Museumsstiftung Baden-Württemberg und die Kulturstiftung der Länder unterstützten die Ankäufe der Werke, die am Montag übergeben wurden. Die Hochaltartafeln waren Teil der Fürstlich Fürstenbergischen Sammlungen. Hofers Bild gehörte bereits 1923 dem Museum.

Farbige Darstellung mehrerer dämonischen Köpfe im Hintergrund rund um einen Mann drapiert (Foto: Pressestelle, VG Bild-Kunst, Bonn 2019)
"Selbstbildnis mit Dämonen" von Karl Hofer, Neuerwerbung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe Pressestelle VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Aus Sorge vor einer Beschlagnahme als "Entartete Kunst" tauschte es das Museum 1936 gegen ein Landschaftsbild. Das "Selbstbildnis mit Dämonen" wechselte mehrfach den Besitzer und war zuletzt Eigentum einer Galerie in Zürich.

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