AKW Philippsburg  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Uli Deck/dpa)

Abschaltung steht bevor Stilllegungsgenehmigung für AKW Philippsburg

Die EnBW hat die offizielle Stilllegungs- und Abbaugenehmigung für Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg erhalten. Sie beinhaltet auch die Erlaubnis zur Sprengung der Kühltürme.

Die Genehmigung ist die Voraussetzung für die bevorstehende Stilllegung von Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg (Kreis Karlsruhe). Nun ist der Weg dafür frei.

Ende des Jahres ist Schluss

Der Reaktor muss spätestens am 31. Dezember vom Netz gehen, den genauen Termin hat die Betreiberfirma EnBW noch nicht mitgeteilt. Block 1 wurde bereits 2011 nach dem Reaktorunglück von Fukushima abgeschaltet. Block 2 liefert derzeit noch ein Sechstel des in Baden-Württemberg benötigten Stroms. Der Bedarf soll künftig unter anderem durch Windparks in der Nordsee gedeckt werden.

"Wir haben gründlich und umfassend alle atomrechtlich relevanten Aspekte des EnBW-Antrags geprüft. Dabei stand die Sicherheit der Menschen in der Region immer an erster Stelle."

Helmfried Meinel, Ministerialdirektor im Umweltministerium Baden-Württemberg

Rückbau dauert bis zu 15 Jahre

Die Genehmigung ist auch notwendig für den bevorstehenden Rückbau von Block 2, der bis zu 15 Jahre dauern soll. Auf dem Gelände des Kernkraftwerks wird ein Umspannwerk für Strom unter anderem aus Nordseewindparks gebaut werden. Die dafür notwendige Sprengung der Kühltürme in Philippsburg wurde jetzt ebenfalls genehmigt. Bis zum Abbruch der beiden Kühltürme seien noch einige weitere formale Schritte und Genehmigungen sowie technische und logistische Vorbereitungen erforderlich, so die EnBW. Dies werde einige Monate in Anspruch nehmen.

"Wir wollen den sicheren Abbruch der Kühltürme im Jahr 2020 realisieren."

Jörg Michels, Chef der EnBW-Kernkraftsparte
STAND