Hitze in der Stadt - Menschen kühlen sich an Brunnen ab (Foto: Imago, Ralph Peters)

Wasservernebler und Grünanlagen Karlsruher Maßnahmen gegen Hitze in der Stadt

Karlsruhe gehört zu den heißesten Städten Deutschlands. Deshalb fördert die Stadtverwaltung Maßnahmen, um die hohen Temperaturen zu senken, zum Beispiel durch mehr Grünflächen.

Den Klimawandel bekommt man in den Städten gerade besonders gut zu spüren. Während es in ländlichen Gebieten nachts noch abkühlt, schwitzt man in der Stadt, vor allem in Karlsruhe.

Urban Heat sorgt für tropische Nächte

Schuld ist das Phänomen der "städtischen Wärmeinsel", auch "Urban Heat Island" genannt. Es tritt vor allem an windschwachen Sommertagen auf und hat zur Folge, dass die dicht bebauten Häuser der Städte nachts ihre Wärme langsam, aber stetig abgeben.

Da es im Zuge des Klimawandels immer mehr solcher heißen Tage und tropischen Nächte geben wird, steigt das Gesundheitsrisiko für die Menschen.

Karlsruher Maßnahmen: mehr Grünflächen

Dagegen will die Stadt Karlsruhe vorgehen. Eine Maßnahme: versiegelte Flächen verringern und Gärten anlegen. So fördert die Stadt Karlsruhe in der Innenstadt den Abbruch von Nebengebäuden zum Beispiel in Hinterhöfen zu 100 Prozent, wenn stattdessen Grünflächen oder Blumenbeete angelegt werden. Das sagte Heike Dederer vom Stadtplanungsamt dem SWR. Auch bei Neubauprojekten achte man verstärkt darauf:

"Wir versuchen bei neuen Gleisanlagen mehr Rasenflächen unterzukriegen."

Heike Dederer, Karlsruher Stadtplanungsamt

Wasservernebler, wie man sie oft in südlichen Ländern sieht, helfen zwar auch, allerdings nur punktuell, so Dederer weiter. Deshalb sind zusätzliche Brunnen oder Wasservernebler kein vorrangiges Ziel der Stadtverwaltung.

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