Blick auf das Eingangsportal beim Landgericht Karlsruhe  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Uli Deck/dp)

Verfahren gegen zwei Angeklagte abgetrennt Erstes Urteil im Prozess um getöteten Jäger vor dem Karlsruher Landgericht

Im Prozess um den getöteten Jäger aus Birkenfeld ist ein erstes Urteil gefallen. Einer der vier Angeklagten wurde am Freitag wegen versuchter Strafvereitelung zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Der Mann hatte nach Auffassung der Richter dabei geholfen, die Leiche zu vergraben, hatte mit der Tötung aber nichts zu tun. Ein zweiter Angeklagter wurde von allen Vorwürfen freigesprochen.

Prozess wohl bis Jahresende

Am Donnerstag war ein Teil des Verfahrens abgetrennt worden, weil sich der Prozess gegen den Hauptverdächtigen hinzieht. Der Prozess vor dem Karlsruher Landgericht um einen getöteten Jäger aus Birkenfeld geht bis Ende des Jahres weiter. Dem Hauptangeklagten wird vorgeworfen, den Jäger im vergangenen August ermordet zu haben.

Befangenheitsanträge abgelehnt

Der Prozess verzögert sich, weil der Verteidiger des Hauptangeklagten immer wieder neue Beweisanträge stellte. Außerdem reichte er zwei Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter ein. Dieser hatte am Rande des Prozesses Gespräche mit der Staatsanwältin geführt. Das sei einseitig und ein Zeichen von Befangenheit, so der Verteidiger. Das Gericht lehnte beide Befangenheitsanträge am Mittwoch als unbegründet ab.

Waffengeschäft als mögliches Motiv

Hintergrund der Tat soll ein Waffengeschäft gewesen sein. Die Leiche des getöteten Jägers aus Birkenfeld wurde im Oktober 2018 in einem Waldstück bei Pforzheim gefunden.

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