Bundesgerichtshof Karlsruhe (Foto: dpa Bildfunk, Fabian Sommer)

Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz Verhaftung wegen illegaler Exporte in Keltern

Der Generalbundesanwalt hat einen Mann aus Keltern (Enzkreis) wegen Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz festnehmen lassen. Der 68-Jährige soll Waren an russische Behörden geliefert haben.

Dem Russen wird vorgeworfen, Spezialpressen aus Deutschland nach Russland geschafft zu haben. Diese sogenannten heißisostatischen Pressen können sowohl für militärische als auch für zivile Zwecke genutzt werden. Mit ihnen wird unter anderem Spezialkeramik hergestellt, die man in der Raketentechnik benötigt. Insgesamt geht es laut Bundesanwaltschaft um Waren im Gesamtwert von über 1,7 Millionen Euro.

Genehmigung lag nicht vor

Ab einer gewissen Größe unterliegt der Export der Pressen einer Genehmigungspflicht und die unerlaubte Ausfuhr ist strafbar. Deshalb wirft die Bundesanwaltschaft dem Mann vor, gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen zu haben. Ermittler des Zollfahndungsamtes Stuttgart haben ihn am Dienstag in Keltern im Enzkreis festgenommen. Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof hat Untersuchungshaft angeordnet.

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