Der Missbrauchsprozess gegen einen Schwimmlehrer geht zu Ende (Foto: SWR)

Urteil im Baden-Badener Missbrauchsprozess Schwimmlehrer zu zwölf Jahren Haft verurteilt

Das Landgericht Baden-Baden hat einen 34-jährigen Schwimmlehrer wegen schweren Kindesmissbrauchs zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren plus anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Der Schwimmlehrer habe sich zwischen 2015 und 2017 an 37 Mädchen während des Schwimmunterrichts vergangen, so die Kammer. Mit dem Urteil folgt das Gericht weitgehend der Forderung der Staatsanwaltschaft, die am Vormittag auf zwölf Jahre und sechs Monate Haft plädiert hatte und eine anschließende Sicherungsverwahrung forderte.

Die Verteidigung hatte auf sechs Jahre Haft plädiert. Der 34-jährige Schwimmlehrer war wegen teils schweren sexuellen Missbrauchs in fast 200 Fällen angeklagt. Der Angeklagte hatte unter anderem im Kreis Rastatt, im Ortenaukreis und Baden-Baden die Mädchen unter Wasser und in den Umkleiden gefilmt und bedroht.

Vor dem Urteil hatte er sich mit einer knappen Erklärung bei den Opfern entschuldigt. Einen Großteil der Taten hatte er während des Prozesses zugegeben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Keine schuldmindernden Umstände

Ein psychiatrischer Gutachter bezeichnete den Angeklagten als kindlich naiv mit einer eher unterdurchschnittlichen Intelligenz. Dennoch aber sei er voll schuldfähig.

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