Ein Klärwerk, hier bei Griesheim in Baden-Württemberg. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa Bildfunk, Picture Alliance/Picture Alliance)

Wasserwirtschaft trifft sich in Pforzheim Experten diskutieren über Medikamente im Abwasser

Wie können Medikamentenrückstände besser aus dem Abwasser gefiltert werden? Mit dieser Frage befassen sich in Pforzheim seit Dienstag Fachleute auf der Landesverbandstagung der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft.

In CongressCentrum Pforzheim treffen sich bei der Landesverbandstagung bis Mittwoch mehr als 750 Experten aus der Wasserwirtschaftsbranche. Eines des Hauptthemen ist der Umgang mit Medikamentenrückständen im Abwasser. Bei der Tagung sollen neue Trends zur Entfernung dieser Spuren und Rückgewinnung von Nährstoffen vorgestellt werden.

Modernisierung der Kläranlagen nötig

Durch die Einnahme von Medikamenten und den Gang zur Toilette landen täglich Pharmareste im Abwasser - etwa Antibiotika oder Hormone der Antibabypille. In herkömmlichen Kläranlagen können diese kaum herausgefiltert werden und gelangen zum Beispiel in Flüsse und Seen.

Deswegen rüsten in Baden-Württemberg derzeit rund 30 Kläranlagen mit einer weiteren Reinigungsstufe nach, unter anderem in Karlsruhe und Pforzheim. Laut Studien sind aber 20 Prozent der Verunreinigung vermeidbar, wenn Verbraucher alte Medikamente nicht über die Toilette entsorgen, sondern über den Hausmüll.

Starkregen im Fokus

Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen von Klima und Demographie geht es bei der Tagung außerdem um kommunale Raum- und Städteplanung. Nach Angaben des Verbandes sollen neue Konzepte und Strategien für die Stadtentwässerung der Zukunft sowie für das Management der Starkregenvorsorge gezeigt werden.

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