Lagaerdère versus KSC (Foto: SWR)

Kündigungen unwirksam KSC unterliegt im Streit mit Vermarkter

Der Sportvermarkter Lagardère hat sich im Streit um einen Vermarktungsvertrag gegen den KSC vor Gericht durchgesetzt. Die Kündigungen des Vertrags sind unwirksam.

Damit gilt der Vertrag zwischen dem Sportvermarkter Lagardère und dem KSC weiter. Der KSC ist zudem schadensersatzpflichtig. Damit folgte das Karlsruher Landgericht weitgehend der Argumentation von Lagardère.

Kündigungen unwirksam

Zunächst hatte der Verein die Zusammenarbeit mit Lagardère im vergangenen Dezember für beendet erklärt, obwohl eine Kündigung in dem bis 2027 geltenden Vermarktungsvertrag ausgeschlossen war. Nach einem offenen Streit kündigte der KSC im vergangenen März erneut. Dass das Gericht die Wirksamkeit der Kündigungen anzweifelte, zeigte sich bereits in der Gerichtsverhandlung im September. Der Vermarktungsvertrag sei von beiden Seiten intensiv ausgehandelt worden, so die Vorsitzende Richterin in der Urteilsbegründung am Freitag. Teil der Vereinbarung sei auch ein Kündigungsausschluss gewesen.

Wolfgang Hörter über den Streit zwischen dem KSC und dem Sportvermarkter:

Dauer

Dem Verein droht Schadenersatzforderung

Der Vermarktungsvertrag gilt weiter, wenn auch nicht bis zum ursprünglich vereinbarten Vertragsende im Jahr 2027. Lagardére wollte dies vom Gericht festgestellt bekommen, zog jedoch in diesem Punkt den Kürzeren. Dem Karlsruher SC droht nun eine Schadenersatzforderung in Millionenhöhe. Das Landgericht stellte fest, dass grundsätzlich mögliche Schäden zu ersetzen sind, die durch die Kündigungen und die Nachricht an Geschäftspartner und Werbekunden entstanden sind. Der Vermarkter müsse aber konkrete Schäden gegebenenfalls im Rahmen einer neuen Klage beziffern und belegen.

KSC unterliegt gegen Lagardère (Foto: SWR)
Das Gericht bei der Urteilsverkündung

Berufung vor dem Oberlandesgericht "sehr wahrscheinlich"

Der Verein werde sehr wahrscheinlich Berufung vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe einlegen, teilte der Karlsruher SC in einer ersten Stellungnahme mit. Man werde dies Anfang der kommenden Woche in den Gremien erörtern.

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