Der Angeklagte und sein Verteidiger stehen zur Urteilsverkündung im Gericht (Foto: SWR)

Urteil wegen fahrlässiger Tötung in Gaggenau Oma und Enkel totgefahren - Zweieinhalb Jahre Haft

Im Prozess um einen Unfall mit zwei Toten und anschließender Fahrerflucht in Gaggenau ist am Freitag das Urteil gefallen. Der 48-Jährige muss zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.

Damit hat das Schöffengericht in Rastatt eine höhere Strafe festgelegt als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Er wurde unter anderem für die fahrlässige Tötung in zwei Fällen in Tateinheit mit fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs verurteilt.

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Das hatte die Staatsanwaltschaft gefordert

"Sie waren massiv alkoholisiert und das war Ihnen auch klar", sagte der Staatsanwalt am Freitag vor dem Amtsgericht Rastatt an den Angeklagten gerichtet. Der Staatsanwalt hatte eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und vier Monaten gefordert.

Verteidigung plädierte auf Bewährungsstrafe

Der Anwalt des 48-jährigen Angeklagten nannte im Plädoyer kein konkretes Strafmaß, betonte aber, dass sein Mandant zu der Tat stehe, sie bereue und eine Freiheitsstrafe ganz klar im Raum stehe. Er appellierte aber an die Richter, über eine Bewährungsstrafe nachzudenken. Der Angeklagte sagte in seinem letzten Wort, dass er die Tat bereue und würde sie gerne rückgängig machen.

Gaggenau: Teddybären, Kerzen und Blumen liegen an einer Unfallstelle in der Goethestraße. (Foto: dpa Bildfunk, Foto: Benedikt Spether/dpa)
Foto: Benedikt Spether/dpa

Das wurde dem Angeklagten im Prozess vorgeworfen

Dem 48-Jährigen wurde vorgeworfen, sich im Juli 2018 mit Alkohol und Drogen im Blut ans Steuer gesetzt und eine 54-jährige Frau und ihr sieben Monate altes Enkelkind auf einem Gehweg in Gaggenau angefahren und getötet zu haben.

Danach soll er Unfallflucht begangen haben. Zu Beginn des Prozesses hatte er gestanden, alkoholisiert am Steuer des Unfallfahrzeugs gesessen zu haben. An den Unfallhergang könne er sich jedoch nicht erinnern.

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