Windrad vor Sonnenuntergang (Foto: Imago, eibner europa)

Über 70 Einwendungen von Bürgern und Verbänden Windräder bei Langenbrand stoßen auf Widerstand

Im Planungsverfahren für Windräder im Wald bei Schömberg und Neuenbürg haben am Dienstag die Kritiker ihre Einwände vorgebracht. Das Landratsamt des Enzkreises hatte zur öffentlichen Erörterung geladen.

Der Bauantrag der BayWa AG mit Sitz in München stößt in den betroffen Gemeinden Schömberg, Neuenbürg und Engelsbrand auf Widerstand. Das Unternehmen will in den Waldgebieten der Nordschwarzwaldgemeinden fünf Windräder mit einer Höhe von 230 Metern aufbauen.

Zahlreiche Gründe gegen die Windräder

Sowohl die Gemeinden als auch eine Bürgerinitiative wehren sich dagegen. Sie befürchten vor allem negative Auswirkungen auf den Kurort Schömberg, zweifeln die Leistungsfähigkeit der Anlagen an und kritisieren die Nähe zu den Wohnhäusern im Schömberger Ortsteil Langenbrand. Außerdem fürchten Naturschutzverbände, dass der Rotmilan durch die Windräder bedroht ist. Darüber hinaus sei die für den Bau benötigte Waldfläche zu kostbar. Nach Angaben des Landratsamtes Enzkreis gab es schon im Vorfeld zur Veranstaltung 70 schriftliche Einwendungen von Bürgern und zwei Einwendungen von Naturschutzverbänden.

Es gibt aber auch eine Initiative, die den Bau befürwortet. Wann eine Entscheidung darüber fallen könnte, ob die Windräder gebaut werden dürfen, ließ das Landratsamt noch offen.

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