Stromgewinnung contra Freizeitsport Wehre bremsen Paddler auf der Murg aus

Nach dem Regen herrschte kürzlich Hochbetrieb auf der Murg zwischen Forbach und Weisenbach. Doch die Paddler werden durch neue Wehre ausgebremst, die für sie unpassierbar sind.

Dauer

Kanufreunde aus ganz Süddeutschland kommen regelmäßig ins Murgtal, um auf dem Flüsschen Wildwasser-Kajak zu fahren. Besonders attraktiv ist das, wenn es ordentlich geregnet und die Murg viel Wasser hat.

Paddler-Paradies in Gefahr

Doch dieses Paddelparadies ist in Gefahr. Der Umbau von Stauwehren mit Fischpässen zur Stromgewinnung macht den Kanusportlern das Leben schwer. Sie müssen aussteigen und ihre Boote am Wehr vorbei tragen. Am Wehr Schlechtau zum Beispiel könnte nur noch ein teurer Umbau mit einer Rutsche den Paddlern helfen. Doch die müssten sie aus eigener Tasche bezahlen.

Kanuverband will neue Regeln

Bei den noch umzubauenden Wehren will Uwe Merkel vom baden-württembergischen Kanuverband nun dafür sorgen, dass auch die Interessen der Freizeitsportler gewahrt werden. Grundsätzlich wünscht er sich nach dem Vorbild Hessens auch für Baden-Württemberg eine Spartenvereinigung zwischen Kanuverband und Landesregierung, um die Belange der Sportler bei solchen Umbauten besser zu berücksichtigen.

STAND