Mercedes-Produktion in Rastatt (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Uli Deck/dpa)

Stellenstreichungen und andere Sparmassnahmen Gesamtbetriebsratschef aus Gaggenau kritisiert Daimler-Sparpläne

In den kommenden drei Jahren will die Daimler AG insgesamt eine Milliarde Euro an Personalkosten einsparen. Vom Gesamtbetriebsratsschef aus Gaggenau kommt deutliche Kritik.

Michael Brecht ist Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Daimler und Betriebsratschef im Mercedes-Werk Gaggenau. Er hält nichts davon, im Zusammenhang mit Sparmaßnahmen Tariferhöhungen auszusetzen:

Dauer

"Plumpes Kostenschrubben kommt überhaupt nicht in die Tüte."

Michael Brecht, Daimler-Gesamtbetriebsratschef

Einschnitte in allen Bereichen geplant

Daimler will bis Ende 2022 mehr als eine Milliarde Euro an Personalkosten einsparen und dafür Stellen streichen. Das sagte der Daimler-Vorstandsvorsitzende Ola Källenius am Donnerstag in London. Sowohl im Management als auch in der Verwaltung sollen bei Mercedes-Benz Cars Stellen abgebaut werden, kündigte das Unternehmen an. Zur Höhe des geplanten Jobabbaus machte Daimler keine Angaben. Die Sparte Mercedes-Benz Cars und Vans beschäftigt weltweit rund 175.000 Menschen.

Werk Rastatt: Betriebsratschef sieht gute Chancen

Optimistisch äußerte sich der Gesamtbetriebsratsvorsitzende zu den Chancen des Mercedes-Werks in Rastatt. Brecht sieht im Bereich der Kompaktwagen, die in Rastatt hergestellt werden, derzeit keine Gefahr einer Verlagerung ins Ausland. Man habe im dortigen Werk noch Puffer, um noch wesentlich mehr Autos zu bauen. Er gehe davon aus, dass das auch geschehen werde. Auch die Tatsache, dass der geplante Werksausbau in Rastatt vorerst gestoppt wurde, sieht Brecht nicht als grundsätzlich negatives Signal. Hier sei in Sachen Investitionen die Notbremse gezogen worden.

Mitarbeiter des Rastatter-Mercedes-Werks sind dennoch beunruhigt:

Dauer

"Rastatt ist eines unserer guten Werke, wo ich null Probleme für die Zukunft sehe."

Michael Brecht, Daimler-Gesamtbetriebsratschef
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