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Staatsanwaltschaft Mannheim erhebt Anklage Karlsruher Darknet-Betreiber im Visier

Anklage gegen einen 31-jährigen Mann aus Karlsruhe: Er soll eine Darknet-Plattform betrieben haben, über die die Tatwaffe für den Amoklauf in München verkauft wurde.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Karlsruhe fahrlässige Tötung in neun Fällen vor. Er soll dem Amokläufer den Kauf einer halbautomatischen Waffe ermöglicht haben, mit der vor zwei Jahren in einem Münchner Einkaufszentrum neun Menschen erschossen wurden. Danach tötete sich der Amokläufer mit der Waffe selbst.

Beihilfe zum Verstoß gegen das Waffengesetz

Über die fragliche Plattform des 31-jährigen Karlsruhers wurden laut Anklage noch weitere Waffengeschäfte abgewickelt. Deshalb muss er sich zusätzlich in mehreren Fällen wegen Beihilfe zu Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten.

Auch Drogengeschäfte wurden über das Darknet abgewickelt

In weiteren 29 Fällen soll der Darknetbetreiber in Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein. In vier Fällen soll er selbst Rauschgift gekauft haben. Der 31-Jährige sitzt seit Donnerstag erneut in Untersuchungshaft.

Im Mai 2017 hatte die Mannheimer Staatsanwaltschaft eine neue Abteilung "Cyberkriminalität" ins Leben gerufen. Zuständig für den Bezirk der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe soll sie seitdem noch zielgerichteter gegen Internet-Kriminelle vorgehen.

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