Erdbebenforschung in Ettlingen (Foto: SWR)

Spurensuche in Ettlingen Karlsruher Experten erforschen Eiszeit-Erdbeben

Experten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben in Ettlingen Spuren eines großen Erdbebens nachgewiesen. Es hat offensichtlich vor rund 10.000 Jahren stattgefunden.

Nach dem Ende der letzten Eiszeit bebte die Erde zwischen Malsch im südlichen Landkreis Karlsruhe und dem heutigen Karlsruher Stadtteil Wolfartsweier so heftig, dass der Boden am Rande der Rheinebene um einen halben Meter verrutschte. Spuren davon wurden jetzt in Ettlingen gefunden. Heiner Kunold war in Ettlingen-Oberweier:

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Höheres Erdbebenrisiko in der Rheinebene

Ein Beben der Stärke sechs muss es mindestens gewesen sein, so die Wissenschaftler des KIT. Sie können das Ereignis jetzt anhand einer Stufe in der Erde nachweisen. Heutzutage würde ein Erdbeben dieser Stärke eine ganze Region verwüsten und schwere Schäden verursachen.

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"Es wird vermutlich auch in die Bewertungen der Versicherungen mit eingehen."

Joachim Ritter, Seismologe am KIT

Für die Einschätzung der Erdbebengefahr in der Region sind solche Erkenntnisse sehr wichtig. Möglicherweise könnte die Region am Schwarzwaldrand auf Grundlage der gewonnen Daten in eine höhere Risikostufe eingeordnet werden. Das hätte nicht nur Auswirkungen auf Bausicherheitsvorschriften. Auch Versicherungen könnten teurer werden.

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