Kombilösung (Foto: dpa Bildfunk, Kasig)

Spatenstich am 21. Januar 2010 Zehn Jahre bauen an der Karlsruher Kombilösung

Vor genau zehn Jahren fiel der Startschuss. In Karlsruhe begannen offiziell die Arbeiten für die Kombilösung. Seitdem wird am Milliardenprojekt gearbeitet - unter und über der Erde.

Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) und der ehemalige Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU) führten den ersten Spatenstich durch. Mitten in Karlsruhe, auf dem Europaplatz, wo S-Bahnen und Straßenbahnen künftig unterirdisch fahren und Fußgänger ungehindert flanieren können.

Dauer

Lautstarke Proteste beim Startschuss

Begleitet wurde der Spatenstich am 21. Januar 2010 von nicht zu überhörenden Protesten. 588 Millionen Euro sollte das Jahrhundertbauwerk damals kosten, 2019 sollte eigentlich alles fertig sein. Rausgeschmissenes Geld sei das, so die deutliche Kritik der eingefleischten Gegner. Viele Bürger fürchteten die hohen Belastungen durch Baustellen und Umleitungen. Heute liegen die kalkulierten Baukosten bei 1,3 Milliarden Euro, also mehr als doppelt so hoch wie ursprünglich erwartet.

Weihnachtsferien auf der Baustelle in der Kriegsstraße (Foto: Pressestelle, KASIG - Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH)
Arbeiten für den Autotunnel unter der Kriegsstraße Pressestelle KASIG - Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH

Viele Gründe für Verzögerungen

Unerwartete Mauern im Untergrund, zu viel Wasser in Haltestellen, Kostensteigerungen im Baugewerbe oder absackende Erde verzögerten und verteuerten die Kombilösung immer wieder. Dazu kam die Insolvenz des Bauunternehmens Alpine, die für weitere Unsicherheit sorgte. Jetzt ist ein Ende der Arbeiten und der Belastung für die Menschen in der Stadt absehbar. Ende 2021 sollen Auto- und Straßenbahntunnel in Betrieb gehen.

Die Haltestellen der Karlsruher Kombilösung nehmen Gestalt an (Foto: SWR)
Die Haltestellen der Karlsruher Kombilösung nehmen Gestalt an
STAND