wehende Europaflagge (Foto: dpa Bildfunk, Sina Schuldt)

Regionale Ergebnisse der Europawahl Grüne und Rechtspopulisten gewinnen

In der Region bestätigt sich der Landestrend: Sieger bei bei der Europawahl sind die Grünen und die Rechtspopulisten. In Rastatt erhielten die Grünen 20 Prozent der Stimmen.

Klarer Sieger bei der Europawahl waren die Grünen: In Rastatt und Baden-Baden holten sie im Vergleich zur Wahl 2014 doppelt so viele Stimmen. Die Landtagsabgeordnete der Grünen Bea Böhlen vermutet, unter anderem das Thema Klimaschutz habe die Wähler umgestimmt.

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In Karlsruhe gab es für die Grünen sogar über 30 Prozent, ähnlich gut haben die Grünen dort bei der Kommunalwahl abgeschnitten.

Starke Verluste mussten CDU und SPD hinnehmen. Der Karlsruher CDU-Bundestagsabgeordnete Axel E. Fischer betrachtet das Ergebnis der Europawahl selbstkritisch.

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Der Karlsruher CDU-Europaabgeordnete Daniel Caspary sprach im SWR von einer "Implosion der SPD" und blickt kritisch auf die zunehmende Zahl von Rechtspopulisten im Europaparlament.

"Das sehe ich mit großer Sorge."

Daniel Caspary, CDU-Europaabgeordneter aus Karlsruhe

In Pforzheim zeigt sich ein Auseinanderdriften der Wähler: Grüne und AfD bekamen jeweils 17,6 Prozent der Stimmen. Damit bleibt Pforzheim in Baden-Württemberg die AfD-Hochburg. Der AfD-Landtagsabgeordnete Bernd Grimmer zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Gestiegene Wahlbeteiligung

Was von allen Parteien positiv bewertet wird, ist die gestiegene Wahlbeteiligung. In fast allen Kreisen und kreisfreien Städten der Region lag sie bei über 60 Prozent, im Enzkreis sogar bei 65,6 Prozent. Die höchste Wahlbeteiligung im Land hatte Heidelberg mit 70,1 Prozent. Auch in Pforzheim wählten verhältnismäßig viele Menschen. Gaben bei der letzten Wahl 2014 nur 38,2 Prozent der Wähler ihre Stimme ab, waren es jetzt 53,2 Prozent.

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